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Magnesiummangel? So fühlen Sie sich schnell wieder fit

Wenn unser Magnesiumspeicher leer oder nur mehr halbvoll ist, leidet unser Wohlbefinden. Schließlich ist dieser Mineralstoff an der Bildung von zirka 300 lebenswichtigen Enzymen beteiligt, gilt als Antistressmittel und ist überaus wichtig für den Energiestoffwechsel.

Muskelkrämpfe und Ermüdungszustände sind die häufigsten Symptome bei Magnesiummangel. Er kann sich aber auch durch Verdauungsbeschwerden, Schwindel und andere unliebsame Erscheinungen äußern. Am besten ist es, die Ursachen ärztlich abklären zu lassen.

Wie entsteht ein Mangel?

Die Gründe für eine Unterversorgung mit Magnesium können unterschiedlich sein: Schwangere und Sportler*innen haben von Haus aus einen erhöhten Magnesiumbedarf, auch Senior*innen müssen aufgrund schlechterer Nahrungsaufnahme oft Magnesium zuführen. Magnesiummangel kann aber auch die Folge hohen Alkoholkonsums sein oder mit der Einnahme bestimmter Medikamente zu tun haben.

Ausgewogene Ernährung beugt Magnesiummangel vor

Bei leichtem Mangel oder zur Vorsorge genügt es, den Mineralstoff über die Nahrung aufzunehmen. Bananen sind beliebte Magnesiumlieferanten, aber auch Nüsse, Vollkornprodukte und Bohnen enthalten viel Magnesium; Milch und Fleisch hingegen wenig.

Bei einer gröberen Unterversorgung gibt es Ergänzungsmittel in Ihrer Apotheke. Da Magnesium nicht gleich Magnesium ist, sollten Sie auf eine fachliche Beratung nicht verzichten. So weist zum Beispiel Magnesiumcitrat eine sehr gute Bioverfügbarkeit auf und wirkt schnell, ist also das Mittel der Wahl bei Krämpfen. Magnesiumoxid wirkt langsamer, wird vom Körper aber langfristig gespeichert. Für besonders empfindliche Personen gibt es Magnesiumglycinat, das an eine Aminosäure gebunden ist.

Gut zu wissen: die richtige Einnahme

Fettreiche Nahrung verhindert eine gute Aufnahme von Magnesium. Nehmen Sie die Präparate daher am besten zwischen den Mahlzeiten oder vor dem Schlafengehen ein – und als Sportler*in bereits vor dem Sport! Außerdem empfehlen wir Ihnen, keine zu hohen Mengen einzunehmen, weil sonst Durchfall eintreten kann. Eine Tagesdosis von 300 bis 400 mg ist in der Regel ausreichend, damit Sie sich bald wieder fit fühlen.

Was genau dort hineingepackt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. In erster Linie sollten Sie natürlich an Ihre persönlichen Dauermedikamente denken, falls Sie welche benötigen. Für die Reise selbst haben sich Mittel gegen Reiseübelkeit und Durchfall bewährt und am Aufenthaltsort sollten Cremes oder Sprays gegen Insektenstiche und Sonnenbrand griffbereit sein.

Vergessen Sie bitte nicht auf Pflaster, steriles Verbandszeug, Schere und Pinzette sowie Desinfektionsmittel! Und packen Sie für den Notfall auch fieber- und schmerzsenkende Medikamente ein!

Eigene Medikamente für Kinder

Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, gehören fiebersenkende Zäpfchen und eventuell Elektrolytlösungen gegen Durchfall in die Reiseapotheke. Dabei ist zu beachten, dass Kinder andere Medikamente brauchen als Erwachsene.

Selbstverständlich spielt auch das Reiseziel eine Rolle: Sollten Sie ins Ausland fahren, informieren Sie sich bitte rechtzeitig über eventuell vorgeschriebene Impfungen!

COVID-19

In Zeiten von Corona dürfen natürlich Desinfektionsmittel nicht fehlen – am besten aus der Apotheke, denn da haben Sie die Sicherheit, dass sie wirklich helfen, weil sie WHO-zertifiziert sind. Wenn Sie nun auch noch einen Mund-Nasenschutz einpacken, dann kann eigentlich nichts schiefgehen.

Checkliste aus der Apotheke

Sie wollen auf Nummer sicher gehen wollen oder müssen sich knapp vor Urlaubsantritt um anderes kümmern? Dann bieten die meisten Apotheken eine Checkliste an, mit deren Hilfe Ihre Reiseapotheke komplett ausgestattet und trotzdem nicht überladen wird.

Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Wenn Sie nur Blister und Beipackzettel mitnehmen und Lotionen, Cremes u. ä. in kleine Tuben oder Dosen umfüllen, können Sie Gewicht sparen.

Dort gibt es sogenannte Repellentien – also Abwehrstoffe, die mit Hilfe von natürlichen oder synthetischen Stoffen Insekten von Menschen (und Tieren) fernhalten. Und das geht so: Mücken, Wespen & Co werden vom Geruch ihrer „Opfer“ angezogen. Deshalb umhüllen Insektenschutzmittel die Haut mit einem schützenden Duftmantel, der die zudringlichen Tiere entweder abwehrt oder ihre Duftrezeptoren blockiert.

Sprühen oder schmieren?

Repellentien erhalten Sie in den verschiedensten Zubereitungen. Sprays haben den Vorteil, dass sie auch schwer zugängliche Körperstellen erreichen, man sollte sie aber besser nicht in geschlossenen Räumen anwenden. Lotions, Cremes und Gels eignen sich für eine großflächige, Stifte für eine gezielte Anwendung. Die Wirksamkeit dieser Mittel ist abhängig von der Dosis, aber auch von der Umgebungstemperatur oder ob es z. B. windig ist.

Natürliche Mittel

Welche Art von Repellens Ihnen die Apothekerin oder der Apotheker empfiehlt, hängt davon ab, wo es eingesetzt werden soll – in heimischen Gebieten oder auf einer Tropenreise – und wogegen bzw. wie lange es schützen soll. So gibt es Mittel, die gegen Mücken helfen, jedoch kaum oder nur für eine deutlich geringere Zeit gegen Zecken.

Natürliche Repellentien sind vor allem ätherische Öle wie Bergamotte, Teebaum, Minze, Nelke, Lavendel, Citronell oder Zitroneneukalyptus. (Achtung: Bergamotteöl kann braune Flecken auf der Haut hinterlassen!)

Synthetische Substanzen

Stärker als natürliche Insektenschutzmittel wirken synthetische. Dazu zählt z. B. DEET, das auch als Malariaschutz eingesetzt wird. Man trägt es sowohl auf die Haut als auch auf die Kleidung auf, allerdings ist zu beachten, dass es Plastik angreift. Ein anderes Repellens ist Icaridin. Es riecht angenehmer und wirkt zudem gegen heimische Insekten länger als natürliche Substanzen.

Nichts für Babys!

Für Kleinkinder unter einem Jahr wird die Anwendung von Repellentien übrigens nicht empfohlen. Fragen Sie in diesem Fall am besten in Ihrer Apotheke nach! Dort weiß man, welche Stoffe für Kinder geeignet sind. Vielleicht reichen in manchen Fällen ja auch Mückenbänder oder -streifen.

Richtige Ernährung und ausreichende Bewegung sind natürlich die ersten Empfehlungen auf dem Weg zu einem gesunden Körpergewicht. Aber das wissen Sie bestimmt schon. 😉 Wahrscheinlich auch, dass ein Glas Wasser vor dem Essen den Hunger mildert. Nicht zuletzt kann man Hungerphasen auch immer wieder einmal „durchtauchen“. Oder Lebensmittel essen, die den Stoffwechsel anregen: Durch den Verzehr von Ananas z. B. verbraucht der Körper mehr Kalorien als ihm zugeführt werden.

Als Ergänzung bieten wir in der Apotheke eine große Auswahl an Produkten zur gesunden Gewichtsabnahme an. Die Palette reicht von Protein-Shakes, die eine Mahlzeiten ersetzen können, über Kapseln, die ein Sättigungsgefühl bewirken, bis hin zu Präparaten, die das Fett aus der Nahrung binden. Aus dieser Fülle das richtige Produkt zu finden – dabei helfen wir in der Apotheke gerne.

Da wären einmal die guten alten Hausmittel: Oft reicht schon ein Glas Wasser vor dem Essen, versetzt mit einem Esslöffel Apfelessig, um den Darm wieder auf Trab zu bringen. Den gleichen Effekt können auch Sauerkraut, Leinsamen mit Joghurt oder naturtrüber Apfelsaft haben.

Hilfe aus der Apotheke

Darüber hinaus gibt es natürlich Abführmittel aus der Apotheke, sogenannte Laxativa. Sie sind meist rezeptfrei und fördern die Darmentleerung auf unterschiedliche Weise. Osmotisch wirkende Präparate halten die Flüssigkeit im Darm zurück und machen dadurch den Stuhl weicher. Dazu zählen z. B. Macrogol, Bittersalz und Lactulose.

Natürliche Mittel wie Senna oder Aloe enthalten stimulierende Substanzen, die die Darmpassage beschleunigen. Den gleichen Erfolg zeitigen synthetische Präparate. Und auch das Gleitmittel Glycerin oder Quell- und Ballaststoffe wie Leinsamen schaffen Erleichterung. Für Letztere gilt aber, dass man ausreichend Flüssigkeit trinken muss.

Form und Wirkung

Am schnellsten wirken Einläufe und Zäpfchen (30 Minuten bis drei Stunden). Tabletten hingegen entfalten ihre Wirkung meist über Nacht. Für Kinder empfehlen wir übrigens meistens Glycerin-Zäpfchen oder Stuhlweichmacher.

Maß halten gilt allerdings auch hier: Abführmittel sollten grundsätzlich nur kurzfristig eingesetzt werden, sonst wird der Darm träge. Ein Zuviel an Laxativa kann außerdem zu Mineralstoffmangel und zu Koliken führen. Diese Präparate sind daher nicht dafür geeignet, Kilos purzeln zu lassen.

Vorbeugen statt behandeln

Zum Schluss noch eine Klarstellung: Der Darm muss keinesfalls täglich entleert werden – zwei- bis dreimal pro Woche genügt. Und noch ein Rat an alle, die lieber vorbeugen als heilen: Bewegen Sie sich möglichst viel und regelmäßig, trinken Sie genug und versuchen Sie, immer zur gleichen Zeit auf die Toilette zu gehen!

Übrigens: Sollte Ihre Verstopfung trotz all dieser Maßnahmen weiterhin anhalten, dann gehören die Ursachen dafür durch Ihren Arzt oder Ihre Ärztin abgeklärt.

Tirols Apotheken garantieren Versorgungssicherheit

Trotz der Einschränkungen wegen des Corona-Virus ist in Tirol die Medikamentenversorgung gewährleistet! Sowohl in den Apotheken als auch beim Medikamenten-Großhandel sind die Lager sehr gut gefüllt. Großeinkäufe in Sachen Arzneimitteln sind also nicht nötig – und auch nicht sinnvoll. Denn ein Run auf die Apotheken würde diese vorübergehend logistisch überfordern. Die Apotheken sind weiterhin wie bisher geöffnet und haben auch weiterhin alle benötigten Medikamente für Sie parat.

Verhaltensregeln beim Einkauf in der Apotheke

Gleich vorweg eine wichtige Information! Wenn Sie Symptome haben, die auf eine Corona-Infektion hinweisen – also Fieber oder Husten – kommen Sie bitte NICHT selbst in die Apotheke! Schicken Sie vielmehr eine Person, die vollkommen gesund ist und die benötigten Arzneimittel für Sie besorgen kann! Dies schützt die Tiroler Apotheker*innen und damit die optimale Versorgung in ganz Tirol.

Wenn Sie in den nächsten Tagen Besorgungen in Ihrer Apotheke erledigen, werden Sie teilweise eine geänderte Einkaufssituation vorfinden. Die Tiroler Apotheken haben nämlich Vorkehrungen getroffen, um Kund*innen und Angestellte bestmöglich vor einer Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen.

Die wichtigsten davon wollen wir Ihnen hier kurz vorstellen und erklären:

Hände waschen, Abstand halten und Husten- bzw. Niesetikette beachten – damit helfen wir mit, das Ansteckungsrisiko zu vermindern.

Eventuell tragen die Angestellten in Ihrer Apotheke jetzt Atemschutzmasken. Das bedeutet natürlich nicht, dass Ihr Apotheker am Corona-Virus erkrankt ist, sondern ist eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz für Sie und für das Apothekenpersonal. Dasselbe gilt übrigens auch für Plexiglasscheiben an der Tara. Diese haben Öffnungen für die Medikamentenübergabe bzw. für Bankomatzahlungen und verringern ebenso die Ansteckungsgefahr in der Apotheke.

Damit der geforderte Sicherheitsabstand gewährleistet ist, lassen viele Apotheken nur mehr eine begrenzte Anzahl von Personen gleichzeitig in die Apothekenräume. Es kann also sein, dass Sie kurz vor der Apotheke warten müssen, bis Sie eingelassen werden. Bitte haben Sie in einer solchen Situation Geduld und achten Sie auch im Freien darauf, dass Sie anderen Kund*innen nicht zu nahe kommen!

Eine weitere sinnvolle Maßnahme besteht darin, dass Sie gebeten werden, sich beim Eintritt in die Apotheke die Hände zu desinfizieren. Bitte leisten Sie dieser Aufforderung unbedingt Folge, regelmäßiges Händewaschen ist ohnehin ein Gebot der Stunde!

Höchstes Vertrauen in Apotheken

Dass die Versorgung weiterhin problemlos funktioniert und die Bevölkerung die Leistungen der Apotheken zu schätzen weiß, zeigt eine aktuelle Umfrage des Market-Instituts: Nach zehn Tagen Ausgangssperre stehen die Apotheken an der ersten Stelle des Vertrauensindexes. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreichern „vertrauen voll und ganz“ auf die Leistungsfähigkeit der heimischen Apotheken in der Corona-Krise, weitere 24 Prozent „vertrauen“ darauf.

Was Tirols Apotheken aktuell für Sie leisten

Tirols Apotheker*innen sind seit Tagen rund um die Uhr im Einsatz, um den Bedarf der Bevölkerung mit Arzneimitteln abzudecken. Auch Desinfektionsmittel werden laufend hergestellt, um der großen Nachfrage gerecht zu werden. Wenn Sie hier zu einem reibungslosen Ablauf beitragen möchten, nehmen Sie bitte die leeren Behälter einfach in die Apotheke mit und lassen Sie sie dort nachfüllen! Auch die Umwelt wird es Ihnen danken.

Um sicherzustellen, dass im Falle einer Erkrankung in der Apotheke nicht das gesamte Personal dieser Apotheke gleichzeitig in Quarantäne muss, sind einige Apotheken dazu übergegangen, ihre Angestellten in zwei unabhängige Teams einzuteilen, die absolut keinen Kontakt miteinander haben. So ist sichergestellt, dass der Apothekenbetrieb im Ernstfall auch von einem zweiten Team fortgeführt werden kann. Während des Schichtwechsels wird die Apotheke gründlich desinfiziert. Das heißt für Sie als Kund*in, dass Sie eventuell ein paar Minuten warten müssen, damit Sie ihren Service nach kurzer Zeit zu optimalen Bedingungen wieder in Anspruch nehmen können.

Wie Sie Risiken minimieren

Zusätzlich zu all diesen Vorsorgemaßnahmen werden die Verkaufsräume aller Tiroler Apotheken mehrmals täglich desinfiziert. Zum Schutz der Kund*innen und des Apothekenpersonals. Bitte tragen auch Sie Ihren Teil dazu bei, indem Sie sich an die Verhaltensregeln des Gesundheitsministeriums halten! Sie klingen simpel und sind einfach umzusetzen – und haben trotzdem eine hohe Wirksamkeit.

Helfen wir alle zusammen!

Arbeiten wir gemeinsam daran, die Infektionskurve in Tirol möglichst niedrig zu halten. Wenn Sie Ihre Sozialkontakte einschränken, dann bedeutet das einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels. Nur so können wir gewährleisten, dass die Tiroler Bevölkerung auch in dieser außergewöhnlichen Situation bestens betreut und mit Medikamenten versorgt ist.

In unserem Land leisten gerade sehr viele Menschen herausragende Arbeit. Unterstützen wir sie dabei, indem wir im Rahmen unserer Möglichkeiten mithelfen, diese Krise bestmöglich zu meistern!

Bereits jetzt vielen Dank dafür – und bleiben Sie gesund!

Dr. Matthias König
Präsident der Tiroler Apotheker

Pflanzliche und .....

Gegen Einschlafbeschwerden finden Sie dort zum Beispiel Tees, Kapseln oder Tropfen auf Basis von Baldrian, Passionsblume und Melisse. Diese Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die entspannen, beruhigen und die Schlafqualität verbessern. Ein relativ neues Präparat mit Kalifornischem Mohn wirkt auf die Tiefschlafphase und hilft Ihnen dabei, entspannt aufzuwachen. Auch Bachblüten werden bei Schlafproblemen gerne eingesetzt.

... chemische Mittel

Neben diesen natürlichen Produkten hat Ihre Apotheke auch chemische Arzneimittel lagernd. Dazu zählen Medikamente, die das Schlafhormon Melatonin enthalten, das der Körper auch selbst produziert, im Alter allerdings immer weniger. Weiters gibt es spezielle Antihistaminika, die eine schlaffördernde Wirkung haben. Einige dieser Produkte sind rezeptfrei erhältlich. Es besteht keine Gefahr, abhängig zu werden, allerdings sollten diese Medikamente  nicht langfristig verwendet werden.

Vom richtigen Zeitpunkt

Achten Sie auch darauf, diese Tabletten  nicht  zu spät in der Nacht einzunehmen, sonst sind Sie am Morgen müde! Haben Sie vor allem Durchschlafprobleme, dann fragen Sie in der Apotheke nach retardierten Mitteln, die ihre Wirkung portionsweise die ganze Nacht über  freigeben.

Wenn Sie das für Sie passende Arzneimittel gefunden haben, können Sie sich bald wieder über einen erholsamen Schlaf freuen. Sollten Ihre Schlafprobleme aber trotzdem noch anhalten, dann wird Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein stärkeres Medikament verschreiben.

Wir wünschen Ihnen auf jeden Fall eine gute Nacht – schlafen Sie gut!

Unser Körper durchläuft täglich den gleichen Rhythmus, in welchem er Hormone, Vitamine und weitere lebenswichtige Stoffe produziert. Um bei der Gabe von Medikamenten eine ideale Wirkung zu erreichen, setzt man die Wirkstoffe so ein, dass sie in Abstimmung mit dem körpereigenen Rhythmus in den gewünschten Stoffwechsel eingreifen.

So können mit der geringstmöglichen Dosis maximale Effekte bei minimalen unerwünschten Wirkungen erzielt werden. Die Einnahme von cortisonhaltigen Präparaten ist beispielsweise frühmorgens ideal, weil das körpereigene Cortisol ebenfalls in den frühen Morgenstunden produziert wird.

Mit der Mahlzeit oder lieber ohne?

Manche Arzneien entfalten ihre Wirkung erst mit der zeitnahen Aufnahme von Fetten, andere hingegen wirken nur auf nüchternen Magen. Und wieder andere werden besser vertragen, wenn man davor etwas isst.

Achtung bei Grapefruits!

Auch Nahrungsmittel können mit Medikamenten in Wechselwirkung treten – diese Tatsache gewinnt immer mehr an Aufmerksamkeit. Eine der bekannteste Vertreter dieses Phänomens ist die Grapefruit. Diese Südfrucht kann nämlich die Wirkung von bestimmten Arzneimitteln verstärken und damit gesundheitsgefährdend sein.

Bei Unsicherheiten wenden Sie Sich am besten vertrauensvoll an Ihre Apotheke! Die ausgebildeten Arzneimittelspezialisten erklären Ihnen gerne das Wann und Warum.

Zuallererst eine Klarstellung: Die Ursachen für diese Medikamentenengpässe liegen nicht bei den Apotheken, sondern es sind andere Gründe dafür verantwortlich: Erstens ist die Herstellung von Arzneimitteln oder Wirkstoffenheute auf einige wenige Firmen konzentriert. Ibuprofen wird z. B. weltweit nur in vier Fabriken produziert. Wenn bei einem dieser Unternehmen Probleme auftauchen und die Produktion ausfällt, sind die Auswirkungen sofort spürbar. Das trifft auch zu, wenn Rohstoffe knapp sind, weil dann die vorhandenen Lager rasch aufgebraucht sind.

Preis und Zentralisierung als Ursachen

Zweitens produzieren die Medikamentenhersteller kaum mehr auf Vorrat, sondern aufgrund von bestellten Kontingenten. Wenn sich der Bedarf kurzfristig ändert, kann nicht so schnell Ware nachproduziert werden. Der Markt weicht dann auf andere Präparate aus, sodass es auch bei diesen zu Engpässen kommt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Preis. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern sind Arzneimittel in Österreich nämlich sehr billig. Um die Kosten für das Gesundheitswesen zu reduzieren, hat der Staat die Preise für Medikamente immer weiter gedrückt. So kostete z. B. das Medikament Pantoloc im Jahr 2003 noch 71,85 Euro, heute bezahlt man nur mehr 6,50 Euro dafür. Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Hersteller bei Engpässen lieber in Länder liefern, in denen sie mehr Gewinn machen.

Generika als gleichwertige Alternative

Trotzdem muss in Tirol niemand auf benötigte Medikamente verzichten. Eine öffentliche Apotheke hat nämlich zirka 6.000 verschiedene Präparate vorrätig. Und so gibt es – immer in Absprache mit dem verschreibenden Arzt – für fast jedes Produkt einen gleichwertigen Ersatz. Das sind meistens Generika, also Nachproduktionen von Arzneimitteln, deren Patentschutz abgelaufen ist. Sie haben denselben Wirkstoff und oft auch dieselbe Dosierung wie das Original und unterliegen strengen Sicherheitsprüfungen.

Bis jetzt wurde noch immer eine gute Lösung gefunden. Nur sehr selten kommt es vor, dass eine Therapie wegen Medikamentenmangels umgestellt werden muss.

Mittel zur Symptombekämpfung

Tropfen oder Nasensprays eignen sich am besten, um die Symptome der Pollenallergie zu bekämpfen. Sie könnenunterschiedliche Wirkstoffe enthalten – abhängig davon, ob sie von Kindern, Erwachsenen oder Schwangeren verwendet werden und welche spezielle Wirkung sie entfalten sollen. Bitte greifen Sie dabei nicht auf übrig gebliebene Produkte vom letzten Schnupfen zurück! Diese haben nämlich Inhaltsstoffe, die bei einer Pollenallergie wenig bis gar nicht wirken.

Einige Nasensprays sollten übrigens nicht länger als eine Woche verwendet werden. Es besteht sonst nämlich die Gefahr eines Gewöhnungseffektes. Das bedeutet, dass die Schleimhäute angeschwollen bleiben, sodass man versucht ist, den Spray dauerhaft zu verwenden. Dies würde allerdings die Schleimhäute nachhaltig schädigen. Und was Sie bei der Anwendung noch beachten sollten: Ganz normal atmen und nicht rasch „hochziehen“, damit der Spray auch wirklich in der Nase wirken kann!

Sollten die Beschwerden stärker sein, dann finden Sie in Ihrer Apotheke – nach ärztlicher Abklärung –  Antihistaminika in Tablettenform oder Säfte für Kinder.

Tipps für den Alltag

Darüber hinaus können Sie selbst mit einfachen Maßnahmen dazu beitragen, dass Sie möglichst gut durch die Pollensaison kommen: Lüften Sie die Wohnung am besten in der Früh, wenn die Luft noch pollenrein ist! Zehn Minuten Stoßlüften genügen und danach sollten die Fenster tagsüber geschlossen bleiben. Es hilft auch, pollenbesetzte Kleidung vor der Schlafzimmertür zu lassen, indem Sie sich in einem anderen Raum umziehen. Eine Sonnenbrille für sensible Augen sowie häufiges Haarewaschen lindern Allergiesymptome ebenfalls. Und Spaziergänge sollten Sie am besten auf Regentage verlegen.

Allergietest zur Klärung

Wenn Sie das Übel an der Wurzel packen wollen, sollten Sie sich spätestens im Herbst beim Hautarzt oder der Hautärztin austesten lassen. Sobald der oder die Verursacher gefunden sind, können Sie mit einer Immuntherapie beginnen, die – abhängig von der Schwere der Allergie – zwei bis drei Jahre oder länger dauern kann. Je nach Indikation erhalten Sie dabei entweder Spritzen oder nehmen Tabletten ein, die Sie unter der Zunge zergehen lassen.

Auf jeden Fall können Sie dann im kommenden Frühjahr dem Pollenflug äußerst gelassen entgegensehen.

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