Author: factor_admin
Was ist Aromatherapie?
Die Aromatherapie nutzt ätherische Öle, also hochkonzentrierte Pflanzenauszüge, um das körperliche und seelische Wohlbefinden zu fördern. Diese Öle werden aus Blüten, Blättern, Schalen oder Wurzeln gewonnen und enthalten die charakteristischen Duftstoffe der jeweiligen Pflanze.
Der Duft der ätherischen Öle wirkt über die Nase direkt auf das limbische System im Gehirn, jenem Bereich, der für Emotionen und Erinnerungen zuständig ist. Gleichzeitig können die Öle auch über die Haut aufgenommen werden und dort lokale oder systemische Effekte entfalten.
Aromatherapie gehört zur komplementären Medizin und wird sowohl präventiv als auch unterstützend bei bestimmten Beschwerden eingesetzt: Etwa zur Entspannung, bei innerer Unruhe oder zur Förderung des Schlafs.
Wie wirken ätherische Öle?
Die Wirkung ätherischer Öle ist vielfältig und hängt vom verwendeten Öl sowie der Art der Anwendung ab. In der Aromatherapie unterscheidet man vor allem zwischen drei Hauptwirkungen:
- Psychisch-ausgleichend: Einige Düfte wirken beruhigend, stimmungsaufhellend oder konzentrationsfördernd.
- Physiologisch unterstützend: Ätherische Öle können entkrampfend, schleimlösend oder durchblutungsfördernd wirken.
- Pflegend und reinigend: Auf der Haut können die Öle klärend, antiseptisch oder entzündungshemmend wirken, je nach Zusammensetzung.
Wichtig ist: Die Wirkung entfaltet sich individuell. Was als angenehm und beruhigend empfunden wird, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Beliebte ätherische Öle und ihre Anwendung
Viele Öle haben sich im Alltag bewährt. Hier finden Sie eine Auswahl an Klassikern:
- Lavendel: beruhigt die Nerven, fördert den Schlaf, lindert Hautreizungen
- Pfefferminze: erfrischt, klärt den Geist, hilft bei Spannungskopfschmerzen
- Zitrone: wirkt belebend, konzentrationsfördernd und desinfizierend
- Eukalyptus: erleichtert das Atmen bei Erkältungen, wirkt antiseptisch
- Kamille: unterstützt bei Bauchschmerzen und innerer Unruhe
- Rosmarin: regt den Kreislauf an, kann bei Müdigkeit helfen
Diese Öle können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden. Besonders beliebt ist der Einsatz in Duftlampen, als Roll-ons, in Bädern oder als Massageöl.

So wenden Sie ätherische Öle sicher an
Ätherische Öle sind hochkonzentrierte Naturprodukte. Entsprechend sorgsam sollten sie verwendet werden. Hier einige wichtige Hinweise, die es zu beachten gilt:
- Nie unverdünnt auf die Haut auftragen – Ausnahme sind spezielle Anwendungen unter fachlicher Anleitung.
- Vor der ersten Anwendung einen Verträglichkeitstest machen (z. B. in der Armbeuge).
- Dosierung beachten – wenige Tropfen genügen meist.
- Nur hochwertige, naturreine Öle verwenden, am besten in Apothekenqualität.
- Auf Alters- und Anwendungshinweise achten – viele Öle sind für Kinder oder Schwangere nicht geeignet.
Zur Raumbeduftung eignen sich Aromalampen, Diffuser oder Duftsteine. Für Bäder oder Massagen sollten ätherische Öle immer mit einem Basisöl (z. B. Jojoba- oder Mandelöl) gemischt werden.
Für Körper, Geist und Alltag: So unterstützt Aromatherapie das Wohlbefinden
Die Möglichkeiten, ätherische Öle in den Alltag zu integrieren, sind vielfältig und reichen von Entspannung nach einem anstrengenden Tag bis zu Aktivierung am Morgen:
- Zur Entspannung: Ein abendliches Lavendelbad oder ein entspannender Duft im Schlafzimmer kann helfen, besser abzuschalten.
- Für neue Energie: Zitrusöle wie Grapefruit oder Orange wirken stimmungsaufhellend und fördern die Motivation.
- Bei Erkältungsanzeichen: Eukalyptus- oder Thymianöl im Dampfbad kann die Atemwege befreien.
- Für mehr Konzentration: Rosmarin und Zitrone im Raumduft unterstützen beim Arbeiten oder Lernen.
Wer bewusst mit Düften arbeitet, kann damit nicht nur die Stimmung positiv beeinflussen, sondern auch ein Stück Achtsamkeit in den Alltag bringen.
Wann ist Vorsicht geboten?
Auch wenn ätherische Öle natürlich sind, sind sie nicht automatisch harmlos. Folgende Personengruppen sollten besonders aufmerksam sein:
- Kinder unter 6 Jahren: Nicht alle Öle sind für sie geeignet. Achten Sie unbedingt auf entsprechende Produkte und Hinweise.
- Schwangere und Stillende: Hier gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen, da manche Öle wehenfördernd wirken oder über die Haut aufgenommen werden können.
- Menschen mit Epilepsie, Asthma oder Allergien: Einige Düfte können Reaktionen auslösen. Lassen Sie sich vor der Anwendung ärztlich oder pharmazeutisch beraten.
Im Zweifelsfall ist es ratsam, vor der Anwendung Rücksprache mit Experten in Ihrer Arztpraxis oder Apotheke zu halten.

Mehr Balance im Alltag: Mit Aromatherapie-Produkten aus der Apotheke
Die Aromatherapie ist eine sanfte Möglichkeit, das körperliche und seelische Wohlbefinden gezielt zu unterstützen. Mit dem richtigen Öl, sicherer Anwendung und ein wenig Achtsamkeit können Sie kleine Rituale schaffen, die den Alltag angenehmer machen.
In der Apotheke finden Sie eine sorgfältig ausgewählte Auswahl an ätherischen Ölen, Duftmischungen und Produkten für die Anwendung zu Hause. Dazu gehören etwa:
- Entspannungsbäder mit ätherischen Ölen
- Beruhigende Duftkissen oder Schlafsprays
- Hautfreundliche Mischungen zur Inhalation oder Massage
- Roll-ons für unterwegs mit ausgewählten Duftkombinationen
Zudem erhalten Sie fachkundige Beratung zur passenden Anwendung und Dosierung, die auf Ihre Bedürfnisse und eventuellen Vorerkrankungen abgestimmt sein sollten.
Die Must-haves
Was genau dort hineingepackt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. In erster Linie sollten Sie an Ihre persönlichen Dauermedikamente denken, falls Sie welche benötigen. Für die Reise selbst haben sich Mittel gegen Reiseübelkeit und Durchfall bewährt und am Aufenthaltsort sollten Cremes oder Sprays gegen Insektenstiche und Sonnenbrand griffbereit sein.
Vergessen Sie bitte nicht auf Pflaster, steriles Verbandszeug, Schere und Pinzette sowie Desinfektionsmittel! Und packen Sie für den Notfall auch fieber- und schmerzsenkende Medikamente ein!
Eigene Medikamente für Kinder
Wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, gehören fiebersenkende Zäpfchen und eventuell Elektrolytlösungen gegen Durchfall in die Reiseapotheke. In heißen Gebieten sollten Sie anstatt der Zäpfchen lieber hitzebeständigere Säfte oder Tabletten verwenden. Dabei ist zu beachten, dass Kinder andere Medikamente brauchen als Erwachsene. Das gilt übrigens auch für Sonnen- und Insektenschutzmittel.
Rimini oder Sansibar?
Selbstverständlich spielt auch das Reiseziel eine Rolle: Sollten Sie ins fernere Ausland fahren, informieren Sie sich bitte rechtzeitig über vorgeschriebene Impfungen! Eventuell benötigen Sie auch Arzneimittel zur Prophylaxe spezieller Tropenkrankheiten (z.B. Malaria-Mittel). Bei Fragen dazu finden Sie kompetente Unterstützung in Ihrer Apotheke.
Dort können Sie auch Ihren Impfstatus überprüfen lassen – am besten schon zirka vier Wochen vor Reiseantritt.
„Beipackzettel“ für die Reiseapotheke
1. Sie sollten die Medikamente, die Sie auf die Reise mitnehmen, bereits kennen und wissen, dass Sie sie vertragen. Falls das nicht möglich ist, lassen Sie sich deren richtige Anwendung vorher von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker erklären!
2. Kaufen Sie die Arzneimittel nach Möglichkeit nicht erst am Urlaubsort, sondern in Österreich. Hier können Sie sicher sein, dass die Produkte nicht gefälscht sind.
3. Wenn Sie mit dem Flugzeug unterwegs sind: Wichtige (Dauer-)Medikamente gehören ins Handgepäck, damit sie auch dann bei der Hand sind, wenn Ihre Koffer verspätet oder gar nicht am Reiseziel ankommen.
4. Zu guter Letzt sind auch e-Card, Diabetikerausweis, Allergiepass u. ä. Bestandteil der Reiseapotheke.
Checkliste aus der Apotheke
Die meisten Apotheken bieten eine Checkliste an, mit deren Hilfe Ihre Reiseapotheke komplett ausgestattet und trotzdem nicht überladen wird. Damit sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite – und haben außerdem den Kopf frei für alle anderen wichtigen Dinge, die knapp vor Urlaubsantritt erledigt werden müssen.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp: Wenn Sie nur Blister und Beipackzettel mitnehmen und Lotionen, Cremes u. ä. in kleine Tuben oder Dosen umfüllen, können Sie Gewicht sparen.
Digitale Reizflut: Wenn der Alltag überfordert
Ob E-Mails, soziale Medien oder Streaming: Jede Nachricht setzt einen kleinen Stressreiz frei. Der Körper reagiert darauf mit der Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin. Auf Dauer kann das zu Nervosität, erhöhter Muskelanspannung und Herz-Kreislauf-Belastung führen. Auch das Kurzzeitgedächtnis leidet unter dem ständigen Input. Gleichzeitig sinkt die Schlafqualität, weil das blaue Licht von Displays den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus stört.
Warum Digital Detox sinnvoll ist
Schon kurze digitale Pausen können für Körper und Geist einen spürbaren Unterschied machen. So hilft der bewusste Verzicht auf ständige Erreichbarkeit beispielsweise dabei, die Schlafqualität zu verbessern. Wer abends weniger auf Bildschirme blickt, unterstützt die körpereigene Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, das bei künstlichem Licht oft gehemmt wird.
Auch die mentale Verfassung profitiert: Ohne die ständige Reizflut durch Nachrichten, Bilder und Informationen gelingt es vielen Menschen leichter, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Gedanken können sich sortieren, emotionale Belastungen nehmen ab. Man wird achtsamer für die eigenen Bedürfnisse.
Zudem hat Digital Detox ganz konkrete körperliche Effekte. Durch die Reduktion digitaler Reize wird das parasympathische Nervensystem aktiviert. Das führt zu einem ruhigeren Puls, entspannterer Muskulatur und einem insgesamt ausgeglicheneren Empfinden. Besonders für Menschen mit stressbedingten Beschwerden kann das eine wertvolle Entlastung sein.
So gelingt der Einstieg
Ein Digital Detox muss nicht radikal sein. Oft reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, um langfristig positive Effekte zu erzielen:
- Bildschirmzeiten begrenzen: Ein erster Schritt kann sein, die eigene Bildschirmzeit bewusst zu beobachten. Viele Geräte bieten mittlerweile eine Übersicht über die tägliche Nutzung. Wer hier realistische Ziele setzt und sich vornimmt, Schritt für Schritt zu reduzieren, bleibt meist motivierter.
- Push-Nachrichten ausschalten: Auch das Abschalten von Push-Nachrichten wirkt oft schon Wunder. Statt durch ständige Hinweise aus dem Alltag gerissen zu werden, können E-Mails oder Nachrichten zu festen Zeiten gelesen werden. Das bringt Struktur und hilft dabei, fokussierter zu bleiben.
- Ruhezonen schaffen: Besonders wirkungsvoll ist es, bestimmte Bereiche im zuhause als „handyfreie Zonen“ zu definieren. So kann zum Beispiel das Schlafzimmer bewusst von digitalen Geräten freigehalten werden, um besser zur Ruhe zu kommen. Auch am Esstisch oder im Bad lohnt sich ein kurzer digitaler Rückzug.
- Entspannungsrituale pflegen: Wichtig ist zudem, Offline-Zeiten nicht nur als Verzicht, sondern als bewusste Zeit für sich selbst zu gestalten. Spaziergänge an der frischen Luft, entspannende Musik, Journaling oder einfache Dehnübungen können helfen, Körper und Geist zu entspannen. Wer diese Rituale regelmäßig pflegt, schafft nachhaltige Gewohnheiten.
- Zusammen entwöhnen: Digital Detox funktioniert auch im Team. Sich gemeinsam mit Freunden oder Familienmitgliedern auf bildschirmfreie Zeiten zu verständigen, stärkt nicht nur die Motivation, sondern schafft Raum für echten Austausch ganz ohne Display.
Natürliche Helfer aus der Apotheke
Eine digitale Auszeit wirkt am besten, wenn sie mit Reizen arbeitet, die Körper und Sinne positiv stimulieren. Dabei unterstützen ausgewählte Produkte:
| Produkt | Wirkung & Anwendung |
| Entspannungsbäder | Warmes Wasser löst Muskelverspannungen, Badezusätze mit Lavendel oder Melisse fördern Ruhe. Tipp: 20 Minuten bei 37 °C, danach warm einpacken. |
| Ätherische Öle | Düfte wie Zirbe, Bergamotte oder Orange wirken über das limbische System beruhigend. Als Duftlampe, Roll-On oder Badezusatz verwenden; vorher Verträglichkeit prüfen. |
| Beruhigende Kräutertees | Passionsblume, Baldrian oder Melisse unterstützen sanft das Ein- und Durchschlafen. Eine Tasse etwa 30 Minuten vor dem Zubettgehen trinken. |
| Aromatherapie-Kissen | Mit Lavendel oder Zirbenholz gefüllt; neben das Kopfkissen legen oder auf die Brust legen, um den beruhigenden Duft einzuatmen. |
| Schlafmasken | Dunkelheit fördert die Melatonin-Produktion. Masken mit weicher, lichtundurchlässiger Oberfläche helfen, störende Lichtquellen auszublenden. |
Wichtig: Bei ätherischen Ölen und Kräutertees auf Qualität achten und sich bei Schwangerschaft, Stillzeit oder chronischen Erkrankungen vorab beraten lassen.
Digital Detox als Teil eines gesunden Lebensstils
Ein digitales Time-out entfaltet seine volle Wirkung, wenn es in andere Gesundheitsgewohnheiten eingebettet wird:
- Bewegung: Moderate Ausdaueraktivitäten (z. B. Spazierengehen, Radfahren) aktivieren den Stoffwechsel und bauen Stresshormone ab.
- Ernährung: Leichte, ausgewogene Kost mit viel Obst, Gemüse und ausreichender Flüssigkeit unterstützt die Regeneration.
- Schlafhygiene: Feste Zubettgeh-Zeiten, kühle Raumtemperatur (16–18 °C) und dunkle Umgebung verbessern die Schlafqualität nachhaltig.
- Achtsamkeit: Kurze Meditationen oder Atemübungen (z. B. 4-7-8-Atmung) beruhigen das Nervensystem in wenigen Minuten, ideal für digitale Pausen zwischendurch.
Regelmäßigkeit ist entscheidend: Schon 30 bildschirmfreie Minuten am Abend können nach einigen Tagen spürbare Effekte zeigen. Wer einmal pro Woche einen Offline-Abend einplant, etabliert schnell eine neue Routine.
Unterstützung aus Ihrer Apotheke
Ihre Apotheke berät individuell, welche Badezusätze, Öle oder Teemischungen zu Ihren Bedürfnissen passen, und erklärt Anwendung sowie Dosierung.
Nutzen Sie das Fachwissen Ihres Apotheken-Teams, um Ihr persönliches Digital-Detox-Programm optimal zu ergänzen.
Was verändert sich im Körper während Schwangerschaft und Stillzeit?
Schon früh in der Schwangerschaft beginnt der Körper, sich umzustellen. Hormonelle Veränderungen beeinflussen unter anderem den Kreislauf, die Verdauung, den Stoffwechsel und das Immunsystem. Der Bedarf an Nährstoffen steigt, ebenso wie die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Substanzen.
In der Stillzeit gehen diese Veränderungen weiter: Das Hormon Prolaktin regt die Milchbildung an, Oxytocin fördert den Milchfluss. Auch der Energie- und Flüssigkeitsbedarf bleibt erhöht. Diese Prozesse wirken sich nicht nur auf das Wohlbefinden aus, sondern beeinflussen auch, wie bestimmte Lebensmittel und Medikamente im Körper wirken.
Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit
Eine ausgewogene Ernährung ist in dieser Zeit sowohl für die Entwicklung des Kindes als auch für die Gesundheit der Mutter besonders wichtig. Die folgenden Nährstoffe spielen eine besonders wichtige Rolle:
- Folsäure (vor und in der Frühschwangerschaft, zur Vermeidung von Neuralrohrdefekten)
- Jod (für die Schilddrüsenfunktion)
- Eisen (zur Unterstützung der Blutbildung)
- Vitamin D und Calcium (für den Knochenstoffwechsel)
- DHA (eine Omega-3-Fettsäure, für die Gehirnentwicklung)
In der Stillzeit bleibt der Energiebedarf erhöht, der Flüssigkeitsbedarf steigt deutlich an. Empfohlen werden etwa 2 bis 2,5 Liter täglich, idealerweise in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee.
Neben dem erhöhten Bedarf an bestimmten Spurenelementen und Vitaminen gibt es zudem verschiedene Stoffe, die in der Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden sollten, weil sie der Entwicklung des Kindes schaden können. Dazu zählen:
- Alkohol und Nikotin
- rohe tierische Produkte (z. B. Rohmilchkäse, rohes Fleisch oder Fisch)
- bestimmte Fischarten mit hohem Quecksilbergehalt (z. B. Thunfisch, Schwertfisch)
- koffeinhaltige Getränke in großen Mengen (nicht mehr als zwei Tassen Kaffee pro Tag oder 200 mg Koffein)
Medikamente und Nahrungsergänzung – was ist erlaubt?
Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Medikamente grundsätzlich nur nach Rücksprache mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Apotheke eingenommen werden. Auch scheinbar harmlose Präparate wie Schmerzmittel, Allergiemittel oder pflanzliche Mittel wie zum Beispiel Johanniskraut) können Risiken bergen und im schlimmsten Fall zu einer Fehlgeburt führen.
Auch Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht „vorsorglich“, sondern nur bei tatsächlichem Bedarf oder ärztlicher Empfehlung eingenommen werden.
Besonders wichtig: Die Dosierung prüfen, da eine Überversorgung ebenfalls problematisch sein kann (z. B. bei Vitamin A).

Körperliche Beschwerden und was hilft
Viele typische Beschwerden lassen sich mit einfachen Mitteln lindern, wenn sie früh genug erkannt und ernst genommen werden.
Hier einige der häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden und wie sie sich lindern lassen:
- Übelkeit und Erbrechen: kleine, häufige Mahlzeiten, Ingwer, ausreichend Flüssigkeit
- Sodbrennen: mehrere kleine Mahlzeiten, Verzicht auf fettige oder sehr saure Speisen
- Rückenschmerzen: körperliche Schonung, Bewegung, Stützgurte bei Bedarf
- Kreislaufprobleme: ausreichend trinken, nicht ruckartig aufstehen, Bewegung an der frischen Luft
Beschwerden in der Stillzeit:
- Wunde Brustwarzen: häufige Stillposition wechseln, Lanolin-Cremes
- Milchstau: regelmäßiges Anlegen, kühle Umschläge, ggf. Stillberatung
- Erschöpfung: Ruhepausen, Hilfe im Alltag organisieren
Halten Beschwerden an oder werden sie stärker, sollte in jedem Fall ärztlicher Rat eingeholt werden.
Alltag, Bewegung und Belastung
Bewegung ist in der Schwangerschaft meist erlaubt und in den meisten Fällen sogar förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden. Geeignet sind sanfte Sportarten wie Schwimmen, Walking, Schwangerschaftsyoga oder leichte Gymnastik. Wichtig ist, Überlastung zu vermeiden und auf den eigenen Körper zu hören.
Auch Reisen sind je nach Schwangerschaftsverlauf möglich, sofern keine Risiken bestehen. Insbesondere im zweiten Trimester fühlen sich die viele Schwangere körperlich und seelisch am besten. Für längere Reisen oder einen Urlaub ist das oft der ideale Zeitpunkt. Flugreisen sollten im Vorfeld mit der betreuenden Ärztin oder dem Arzt abgeklärt werden.
In der Stillzeit helfen bequeme, stillfreundliche Kleidung, gut organisierte Tagesstrukturen und eine flexible Haltung dabei, den Alltag zu erleichtern. Ruhephasen und Erholung bleiben dabei ebenso wichtig wie der Austausch mit anderen.
Wann medizinischer Rat gefragt ist
Auch wenn viele Beschwerden in Schwangerschaft und Stillzeit harmlos verlaufen oder gut behandelbar sind, gibt es Situationen, in denen ärztlicher Rat unbedingt eingeholt werden sollte.
In der Schwangerschaft gilt besondere Aufmerksamkeit bei folgenden Warnzeichen:
- Blutungen, unabhängig von Stärke oder Zeitpunkt
- starke oder anhaltende Schmerzen im Unterleib oder Rücken
- Fieber, Schüttelfrost oder allgemeines Krankheitsgefühl
- anhaltender Juckreiz, insbesondere an Händen und Füßen (kann auf eine Schwangerschafts-Cholestase hinweisen)
- ungewöhnlich starke Gewichtszunahme oder Wassereinlagerungen, besonders in Kombination mit Kopfschmerzen oder Sehstörungen (möglicher Hinweis auf Präeklampsie)
- verminderte oder auffällig starke Kindsbewegungen
Auch in der Stillzeit gibt es Beschwerden, die ärztlich abgeklärt werden sollten:
- anhaltende Schmerzen in der Brust oder beim Stillen
- Verhärtungen, Rötungen oder Schwellungen in der Brust, evtl. begleitet von Fieber (Hinweis auf einen Milchstau oder eine Brustentzündung)
- wiederholte wunde Brustwarzen, die trotz Stillberatung nicht abheilen
- ausgeprägte Erschöpfungszustände oder depressive Verstimmungen
Bei Unsicherheiten zur Einnahme von verschreibungspflichtigen oder auch rezeptfreien Medikamenten sollte immer Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker gehalten werden. Auch bei Unsicherheiten zur Einnahme von Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln ist der Gang zur Apotheke oder zur ärztlichen Praxis sinnvoll. Selbst pflanzliche Mittel sind nicht automatisch unbedenklich.
Unterstützung aus der Apotheke für Schwangere und die Stillzeit
Schwangerschaft und Stillzeit bringen viele Veränderungen mit sich – für Körper, Alltag und Wohlbefinden. Mit fundierten Informationen, einer achtsamen Lebensweise und kompetenter Begleitung lassen sich viele Beschwerden lindern und Unsicherheiten klären. Wer die eigenen Bedürfnisse ernst nimmt und sich beraten lässt, ist gut gerüstet für diese besonderen Phasen.
Auch in Schwangerschaft und Stillzeit ist Ihre Apotheke eine wichtige Anlaufstelle. Ob es um die Verträglichkeit von Medikamenten, die Auswahl geeigneter Pflegeprodukte oder um Nahrungsergänzungsmittel geht: Das Team Ihrer Apotheke berät Sie individuell und verständlich zu Fragen, die Ihre aktuelle Lebensphase betreffen.
Warum Hitzewellen zur Belastung werden können
Als Hitzewelle gilt in der Regel eine Periode von mindestens drei Tagen mit außergewöhnlich hohen Temperaturen, die meist über 30 Grad Celsius hinausreichen. Unser Körper reagiert darauf mit einem natürlichen Kühlmechanismus: Er weitet die Blutgefäße, um Wärme besser abgeben zu können, und produziert vermehrt Schweiß.
Doch genau diese Schutzmaßnahmen können zur Belastung werden. Insbesondere bei älteren Menschen, chronisch Kranken, Kindern oder Schwangeren können jetzt vermehrt Beschwerden auftreten, da der Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen beträchtlich sein kann.
Kommt keine ausreichende Zufuhr von Wasser und Salzen nach, können Kreislaufprobleme, Muskelkrämpfe oder sogar ein Hitzschlag entstehen. Auch Medikamente, die entwässernd oder blutdrucksenkend wirken, können den Effekt verstärken.
Typische Symptome bei Hitzebelastung und Kreislaufproblemen
Zu Beginn machen sich Hitzebelastungen oft schleichend bemerkbar. Typische Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein oder Konzentrationsschwäche. Wer sich dann nicht schont, riskiert ernstere Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder einen Kreislaufkollaps.
Es ist wichtig, zwischen den verschiedenen hitzebedingten Problemen zu unterscheiden:
- Sonnenstich: Entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf den Kopf. Symptome sind Nackensteifigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.
- Hitzschlag: Eine gefährliche Überhitzung des Körpers. Merkmale sind eine stark erhöhte Körpertemperatur, trockene Haut oder Verwirrtheit. Verliert der Patient das Bewusstsein, muss sofort ärztliche Hilfe gerufen werden.
- Kreislaufkollaps: Tritt auf, wenn der Blutdruck z. B. nach schnellem Aufstehen oder durch hitzebedingten Flüssigkeitsmangel plötzlich stark abfällt. Es kommt zu Blässe, Schwindel oder sogar kurzer Ohnmacht.

Was hilft bei Hitze – Tipps für den Alltag
Wer bei Hitzewellen ein paar einfache Regeln beachtet, kann die Belastung für den Körper deutlich reduzieren:
- Ausreichend trinken: Mindestens 1,5 bis 2,5 Liter pro Tag, bei starker Hitze oder körperlicher Anstrengung auch mehr. Am besten eignen sich Wasser oder ungesüßter Kräutertee. Eiskalte Getränke können hingegen den Magen und Kreislauf zusätzlich belasten.
- Leichte Kost bevorzugen: Gemüse, Salate, Wassermelone oder Suppen sind gut verträglich und liefern Flüssigkeit. Fettreiche, schwere Speisen sollten an heißen Tagen besser gemieden werden.
- Wohnung kühl halten: In den frühen Morgenstunden lüften, tagsüber Fenster schließen und abdunkeln. Ventilatoren helfen, die Luft in Bewegung zu halten. In Kombination mit feuchten Tüchern kann das sehr effektiv sein.
- Körper sanft kühlen: Lauwarmes Duschen, Fußbäder, feuchte Waschlappen auf Stirn oder Unterarmen erfrischen. Der Körper wird gekühlt, ohne den Kreislauf zusätzlich zu belasten.
- Aktivitäten anpassen: Sport oder körperlich anstrengende Arbeiten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Wenn möglich, Mittagshitze (11–17 Uhr) meiden.
Besondere Vorsorge bei Risikogruppen
Für bestimmte Gruppen ist ein sorgsamer und bestenfalls vorbeugender Hitzeschutz besonders wichtig:
- Ältere Menschen spüren oft weniger Durst. Angehörige oder Pflegekräfte sollten auf regelmäßiges Trinken achten und gegebenenfalls Erinnerungen einplanen.
- Kinder dehydrieren schneller als Erwachsene. Sie sollten ausreichend Flüssigkeit erhalten, leichte Kleidung tragen und immer eine Kopfbedeckung im Freien nutzen.
- Schwangere sollten Anstrengung meiden, sich häufiger ausruhen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
- Chronisch Kranke sollten in Absprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt überprüfen, ob Medikamente angepasst werden müssen. Dazu gehören etwa entwässernde Präparate, Blutdrucksenker oder Diabetesmedikamente.
Was hilft bei Kreislaufbeschwerden?
Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Kreislaufprobleme auftreten, helfen folgende Maßnahmen:
- Hinlegen und Beine hochlagern: So wird der Kreislauf entlastet und die Durchblutung des Gehirns gefördert.
- Kühle Umgebung aufsuchen: Raus aus der Sonne, Fenster öffnen oder Ventilator nutzen.
- Langsam trinken: Am besten Wasser oder eine leicht salzhaltige Brühe. Wer viel geschwitzt hat, kann auch auf Elektrolytlösungen aus der Apotheke zurückgreifen.
- Hausmittel: Kreislauftropfen, kühlende Kompressen oder Pfefferminzöl auf die Schläfen können unterstützend wirken.
Wichtig
Wenn die Beschwerden nicht rasch besser werden oder Symptome wie Verwirrtheit, hohes Fieber oder Bewusstlosigkeit auftreten, sollte sofort medizinische Hilfe geholt werden.
Wer es schafft, frühzeitig vorzubeugen, schützt sich selbst und andere: durch richtiges Trinken, angepasste Kleidung, Abkühlung und Ruhe. Mit ein wenig Vorbereitung lässt sich auch bei hohen Temperaturen ein klarer Kopf bewahren.
In Ihrer Apotheke erhalten Sie Beratung und Unterstützung, um sich in dieser Zeit gegen die Hitze zu schützen.
Was ist HPV?
Humane Papillomviren (HPV) sind eine sehr große Gruppe von Viren mit über 200 bekannten Typen. Sie werden überwiegend durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt übertragen, insbesondere beim Geschlechtsverkehr. Während viele HPV-Infektionen unbemerkt verlaufen und von selbst ausheilen, können bestimmte Typen ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
Man unterscheidet zwischen sogenannten Niedrigrisiko-Typen, die vor allem Genitalwarzen verursachen, und Hochrisiko-Typen, die mit der Entstehung verschiedener Krebsarten in Verbindung stehen. Zu den wichtigsten Hochrisiko-Typen zählen HPV 16 und HPV 18, die gemeinsam für rund 70 % aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind.
Da die Infektion oft symptomlos verläuft, wissen viele Betroffene zunächst nichts von einer Ansteckung. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Prävention.
Warum ist eine HPV-Impfung wichtig?
Die HPV-Impfung bietet einen hochwirksamen Schutz vor den gefährlichsten Virustypen. In klinischen Studien und groß angelegten Gesundheitsprogrammen konnte gezeigt werden, dass die Impfung das Risiko für Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs und anderen HPV-assoziierten Krebserkrankungen deutlich reduziert.
In Ländern mit umfassenden Impfprogrammen, wie Australien oder Schweden, wurde bereits ein erheblicher Rückgang an Gebärmutterhalskrebsfällen bei jungen Frauen verzeichnet. Auch die Häufigkeit von Genitalwarzen ist in geimpften Populationen drastisch gesunken.
Je früher die Impfung erfolgt – idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt –, desto wirksamer schützt sie. Gleichzeitig bietet sie eine wichtige Möglichkeit, nicht nur sich selbst, sondern auch andere vor einer Ansteckung zu bewahren.

Für welche Altersgruppe wird die HPV-Impfung empfohlen?
In Österreich empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen ab dem vollendeten 9. Lebensjahr.
Die Impfung ist bis zum vollendeten 30. Lebensjahr kostenfrei erhältlich.
Empfohlen wird, die Impfung möglichst früh – idealerweise zwischen 9 und 12 Jahren – durchzuführen, bevor erste intime Kontakte stattfinden. Doch auch für Jugendliche und junge Erwachsene, die noch nicht geimpft wurden, ist eine Nachholimpfung sinnvoll.
Wichtig: HPV betrifft nicht nur Mädchen. Auch Jungen können sich infizieren und sowohl erkranken als auch das Virus weitergeben. Deshalb wird die Impfung für beide Geschlechter gleichermaßen empfohlen.
Wie läuft die HPV-Impfung ab?
Die HPV-Impfung wird in der Regel mit dem 9-valenten Impfstoff (z. B. Gardasil®9) durchgeführt. Dieser schützt vor neun HPV-Typen, darunter die Hochrisiko-Typen 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 sowie zwei Typen, die Genitalwarzen verursachen.
Je nach Alter erfolgt die Impfung nach folgendem Schema:
- Bis zum 15. Geburtstag: Zwei Impfungen im Abstand von mindestens sechs Monaten.
- Ab 15 Jahren oder bei bestimmten gesundheitlichen Risiken: Drei Impfungen über sechs Monate verteilt.
Die HPV-Impfung ist sehr gut verträglich. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Schmerzen oder Rötungen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Kopfschmerzen. Diese Beschwerden sind jedoch meist mild und klingen schnell wieder ab.
Vor der Impfung erfolgt ein Aufklärungsgespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, in dem mögliche Fragen geklärt werden.

Wo ist die HPV-Impfung erhältlich?
In Österreich gibt es mehrere Wege, die HPV-Impfung in Anspruch zu nehmen:
- Schulimpfungen: In der 4. oder 5. Schulstufe wird die Impfung im Rahmen von kostenlosen Schulimpfprogrammen angeboten.
- Öffentliche Impfstellen: Impfzentren, Gesundheitsämter oder Bezirksverwaltungen bieten die Impfung ebenfalls an.
- Niedergelassene Ärzt:innen: Kinderärzt:innen, Allgemeinmediziner:innen und Gynäkolog:innen führen die Impfung durch.
In vielen Regionen können online Impftermine vereinbart werden, oft gibt es auch spezielle Impfaktionen für Jugendliche und junge Erwachsene.
In Städten wie Innsbruck oder Wien finden regelmäßig kostenlose Impfangebote für Personen bis 30 Jahre statt.
Die HPV-Impfung ist eine einfache, aber äußerst wirkungsvolle Maßnahme zum Schutz vor bestimmten Krebserkrankungen und anderen HPV-bedingten Gesundheitsproblemen. Frühzeitig geimpft zu sein, bedeutet einen wichtigen Schritt für die langfristige Gesundheit zu setzen. Nutzen Sie die bestehenden kostenlosen Impfangebote – eine Investition in die Zukunft, die sich lohnt.
Apotheken informieren gerne über die wichtigsten Fakten rund um Impfungen. Für die Durchführung der HPV-Impfung ist jedoch immer medizinisches Fachpersonal zuständig.
Was ist Haarausfall?
Ein paar Haare auf der Bürste oder im Waschbecken sind ganz normal. Tatsächlich verliert jeder Mensch täglich zwischen 70 und 100 Haare, denn Haare durchlaufen einen natürlichen Wachstumszyklus. Erst wenn deutlich mehr Haare ausfallen oder lichte Stellen sichtbar werden, sprechen Fachleute von krankhaftem Haarausfall – in der Medizin auch Alopezie genannt.
Haarausfall kann vorübergehend sein oder sich zu einer dauerhaften Kondition entwickeln. Wichtig ist es, frühzeitig auf Veränderungen zu achten und mögliche Ursachen abzuklären.
Haarausfall betrifft sowohl Männer als auch Frauen
Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist Haarausfall kein rein männliches Problem – auch Frauen sind häufig betroffen. Während bei Männern meist der erblich bedingte Haarverlust im Vordergrund steht, können bei Frauen eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle spielen, etwa hormonelle Schwankungen, Nährstoffmängel oder Stress.
Die Symptome unterscheiden sich jedoch häufig: Männer entwickeln oft kahle Stellen oder Geheimratsecken, während Frauen eher eine allgemeine Ausdünnung des Haars bemerken.
Wichtig ist: In beiden Fällen kann frühzeitiges Handeln helfen, den Haarverlust zu bremsen.

Häufige Ursachen für Haarausfall
Die Gründe für Haarausfall sind vielfältig. Oft spielen mehrere Faktoren zusammen. Das sind die wichtigsten Ursachen im Überblick:
- Genetische Veranlagung
Die häufigste Form ist der erblich bedingte Haarausfall (androgenetische Alopezie). Er betrifft sowohl Männer als auch Frauen, zeigt sich aber auf unterschiedliche Weise: Während sich bei Männern oft Geheimratsecken oder eine Glatze entwickeln, bemerken Frauen meist eine allgemeine Ausdünnung im Bereich des Scheitels. - Hormonelle Veränderungen
Hormonschwankungen – etwa während der Schwangerschaft, nach der Geburt oder in den Wechseljahren – können das Haarwachstum beeinflussen. Auch Erkrankungen der Schilddrüse wirken sich auf den Hormonhaushalt und damit auf das Haar aus. - Stress und psychische Belastungen
Chronischer Stress kann die Haarwurzel schwächen und zu diffusem Haarausfall führen. Häufig zeigt sich der Effekt erst Wochen nach besonders belastenden Phasen. - Nährstoffmangel
Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für gesundes Haar. Fehlen wichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink, Biotin oder bestimmte B-Vitamine, kann das Haar brüchig werden und vermehrt ausfallen. - Erkrankungen und Medikamente
Infektionen, schwere Erkrankungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Chemotherapeutika, Betablocker) können den Haarzyklus stören und Haarausfall auslösen.
Pflege und Unterstützung für gesundes Haar
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit lässt sich viel für die Gesundheit Ihrer Haare tun.
- Sanfte Haarpflege
Verwenden Sie milde, auf Ihren Haartyp abgestimmte Shampoos und vermeiden Sie zu heißes Wasser beim Waschen. Reiben Sie das Haar nach dem Waschen am besten nicht kräftig mit einem rauen Handtuch trocken, sondern tupfen Sie es mit einem Mikrofaser-Handtuch vorsichtig ab. Auch beim Kämmen gilt: sanft entwirren, am besten mit einem grobzinkigen Kamm. - Ernährung: Vitamine und Mineralstoffe
Setzen Sie auf eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und eiweißreichen Lebensmitteln. Besonders wichtig für die Haarstruktur sind Vitamine, wie B-Vitamine, Vitamin E, D und A und Mineralstoffe, wie Selen, Eisen, Zink, Biotin und Kupfer. Zur Unterstützung gibt es in der Apotheke zudem entsprechende Präparate, um einen möglichen Mangel auszugleichen. - Kopfhautpflege
Eine gut durchblutete Kopfhaut unterstützt das Haarwachstum. Sanfte Massagen mit den Fingerspitzen, die man zum Beispiel während des Haarewaschens durchführen kann, regen die Durchblutung an und können helfen, die Haarwurzeln besser zu versorgen. - Stressbewältigung
Gönnen Sie sich bewusst Auszeiten und integrieren Sie Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Spaziergänge in Ihren Alltag. Ein gesunder Umgang mit Stress kommt nicht nur Ihrem Haar, sondern auch Ihrem gesamten Wohlbefinden zugute.

Hilfe für die Haar-Stärkung und Pflege aus der Apotheke
Manchmal braucht das Haar gezielte Unterstützung. In Ihrer Apotheke finden Sie eine Vielzahl an Produkten, die individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind:
- Spezielle Shampoos und Lösungen
Produkte mit Inhaltsstoffen wie Koffein, Biotin oder pflanzlichen Extrakten (z. B. Brennnessel oder Rosmarin) können die Haarwurzeln stärken und das Haarwachstum fördern. - Nahrungsergänzungsmittel
Bei nachgewiesenem Nährstoffmangel können Präparate mit Eisen, Zink, Selen oder speziellen Vitaminkombinationen sinnvoll sein. Ihr Apothekenteam berät Sie gerne, welches Produkt für Ihre Situation geeignet ist. - Tonika und Tinkturen
Pflegeprodukte für die Kopfhaut können die Durchblutung anregen und das Haar kräftigen. Viele dieser Präparate sind einfach in der Anwendung und können gut in die tägliche Pflege integriert werden. - Individuelle Beratung
Nicht jeder Haarausfall ist gleich. In der Apotheke erhalten Sie eine persönliche Beratung und Empfehlungen, die genau zu Ihrem Haarproblem passen.
Wann ärztlicher Rat sinnvoll ist
Haarausfall kann viele Ursachen haben – manchmal steckt eine behandlungsbedürftige Erkrankung dahinter. Wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt, wenn:
- der Haarverlust plötzlich oder sehr stark auftritt,
- kahle Stellen entstehen,
- der Haarausfall von anderen Beschwerden wie Hautveränderungen begleitet wird.
Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto besser stehen die Chancen, den Haarausfall aufzuhalten oder sogar rückgängig zu machen.
In vielen Fällen ist Haarausfall zwar unangenehm und belastend, aber gut behandelbar. Achten Sie auf eine sanfte Pflege, eine nährstoffreiche Ernährung und Ihr seelisches Gleichgewicht.
Bei Bedarf können Produkte aus der Apotheke Ihr Haar zusätzlich unterstützen. Lassen Sie sich individuell beraten – so finden Sie die passende Lösung für gesundes, kräftiges Haar.
Was ist ein Reizdarm?
Interessanterweise lassen sich beim Reizdarm keine organischen Ursachen finden, was die Diagnose erschwert. Im Allgemeinen gehen Ärzt:innen von einem Reizdarmsyndrom aus, wenn die folgenden Symptome auftreten:
- Bauchbeschwerden wie Bauchschmerzen oder Blähungen, oft verbunden mit einem veränderten Stuhlgang halten länger als drei Monate an bzw. treten immer wieder auf.
- Diese Beschwerden beeinträchtigen den Alltag der Betroffen so stark, dass diese sich Sorgen um ihre Gesundheit machen und Hilfe suchen.
- Andere Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen, können ausgeschlossen werden. Dazu gehören u. a. Magen-Darm-Erkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.
Ursachen für Reizdarm
Die Ursachen des Reizdarms sind vielfältig und leider noch nicht komplett erforscht. Wissenschaftler:innen vermuten eine Mischung aus genetischer Veranlagung, Stress und Störungen im Darmnervensystem.
Die Darm-Hirn-Achse
Der Darm wird nicht umsonst als unser „zweites Gehirn“ bezeichnet. Dort gibt es ein Netz von Nervenzellen, das sogenannte enterische Nervensystem, das eng mit unserem Gehirn kommuniziert. Besonders stressige Phasen, unausgewogene Ernährung oder Lebensmittelunverträglichkeiten können das sensible Gleichgewicht im Darm durcheinanderbringen und zu den typischen Beschwerden führen.
Therapie - abhängig von Symptomen
Es gibt keine Standardbehandlung bei Reizdarmbeschwerden. Die Therapie ist so individuell wie möglich und orientiert sich an den am häufigsten auftretenden Symptomen. Da diese auch durch Stress, bestimmte Lebensmittel oder hormonelle Schwankungen beeinflusst werden, ist eine Behandlung oft mit einer Änderung des Lebensstils verbunden.

1. Ernährung: Was hilft dem Darm?
Eine genaue Beobachtung der Ernährung ist nicht selten der erste Schritt auf dem Weg zur Linderung von Reizdarm-Beschwerden. Mit einem Ernährungsprotokoll können Sie eventuelle „Übeltäter“ leichter identifizieren. Grundsätzlich sollten Sie sich beim Essen an die folgenden Empfehlungen halten:
- Ballaststoffreiche Kost
Ballaststoffe unterstützen die Verdauung und helfen insbesondere bei Verstopfung. Sie sind in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse enthalten. Wenn Sie allerdings zu Blähungen neigen, ist es ratsam, ballaststoffreiche Lebensmittel nur langsam in den Speiseplan aufzunehmen. - FODMAP-arme Diät
Hinter dem Kürzel FODMAP (fermentable oligo-, di-, monosaccharides and polyols) verstecken sich bestimmte Zuckerarten und Alkohole, die oft schlecht verdaut werden und zu Blähungen führen. Mit einer FODMAP-armen Diät – am besten unter professioneller Anleitung – können Sie Ihre Symptome eventuell lindern. - Esskultur
Große Mahlzeiten und unregelmäßiges Essen belasten den Darm. Setzen Sie auf kleine Portionen, die Sie zu regelmäßigen Zeiten über den Tag verteilt essen! - Lebensmittel meiden
Verzichten Sie wenn möglich auf Kaffee, scharfe Gewürze, Alkohol und frittierte Speisen, die Ihre Beschwerden verstärken könnten!

2. Entspannung und Stressmanagement
Stress ist einer der Hauptauslöser für Reizdarm-Symptome. Wenn wir unter Druck stehen, schüttet unser Körper Stresshormone aus, die sich negativ auf die Darmfunktion auswirken können. Auch wenn es leichter gesagt als getan ist: regelmäßiges Stressmanagement hilft. Hier einige Vorschläge:
- Achtsamkeitstraining und Meditation
Studien zeigen, dass Achtsamkeitstraining helfen kann, das Reizdarm-Syndrom zu lindern. Schon wenige Minuten am Tag, in denen Sie bewusst zur Ruhe kommen, können Wunder wirken. - Bewegung und Sport
Regelmäßige Bewegung hilft, die Verdauung anzuregen und Stress abzubauen. Keine Angst: Sie müssen nicht mit dem Marathonlaufen beginnen – Spaziergänge, Yoga oder Schwimmen reichen aus. - Progressive Muskelentspannung und Atemübungen
Solche Entspannungstechniken sind einfach zu erlernen und helfen Ihnen, Ihre innere Anspannung abzubauen. Auch bei akuten Reizdarm-Beschwerden wirken sie beruhigend.

3. Medizinische Unterstützung: Wann hilft die Apotheke?
Leider lassen sich nicht alle Reizdarm-Beschwerden mit der richtigen Ernährung und Entspannung in den Griff bekommen. Zum Glück gibt es verschiedene Heilmittel aus der Apotheke, die Ihre Symptome lindern:
- Pflanzliche Mittel
Pfefferminzöl und Kümmel wirken krampflösend und beruhigend auf den Darm. Sie sind in Form von Kapseln oder als Tee erhältlich und helfen insbesondere bei Blähungen und Bauchkrämpfen. - Probiotika
Eine gesunde Darmflora ist essenziell für eine gute Verdauung. Probiotika enthalten „gute“ Bakterien, die das Gleichgewicht im Darm fördern. - Antispasmodika und Schmerzmittel
Diese Medikamente lindern krampfartige Bauchschmerzen. Lassen Sie sich vor dem Kauf bitte über mögliche Nebenwirkungen und Gegenanzeigen beraten! - Faserpräparate
Wenn Sie unter Verstopfung leiden, können Sie mit löslichen Ballaststoffen aus der Apotheke nachhelfen. Diese Präparate wirken sanft und unterstützen die Darmtätigkeit. - Beratung und individuelle Empfehlungen
In Ihrer Apotheke weiß man: Jede Kundin, jeder Kund ist individuell. Vertrauen Sie daher auf die fachkundige Beratung von Apotheker:innen! Gemeinsam finden Sie bestimmt das passende Präparat, um Ihre Beschwerden gezielt anzugehen.
Sollten sich Ihre Symptome trotz all dieser Maßnahmen nicht verbessern oder sogar zunehmen, dann suchen Sie am besten eine Ärztin oder einen Arzt auf.
Zahnpflege beginnt nicht erst im Schulalter – schon die ersten Zähnchen brauchen Aufmerksamkeit und Pflege, um gesund und kräftig zu bleiben. Noch besser ist es, wenn Sie bereits vor dem Zahnen mit einer regelmäßigen Mundpflege bei Ihrem Kind beginnen.
Auch wenn es nicht immer leicht ist, Kinder zur täglichen Zahnpflege zu motivieren – es lohnt sich, den Nachwuchs möglichst von Anfang an eine gesunde Zahnroutine heranzuführen. Wir zeigen Ihnen hier, wie das gelingen kann.
Zahnpflege: Schon bei Milchzähnen wichtig
Die Bedeutung der Milchzähne wird leider oft unterschätzt, schließlich fallen sie ja ohnehin später aus. Aber diese Einstellung ist ein Irrglaube, denn gerade diese ersten Zähne sind für die gesunde Entwicklung des Kiefers und die Stellung der späteren Zähne entscheidend. Ein kariöser Milchzahn kann Schmerzen verursachen, das Kauen erschweren und sogar das Sprachverhalten beeinflussen. Indem Sie früh mit der Zahnpflege beginnen, schaffen Sie eine gute Grundlage für die bleibenden Zähne und sorgen für ein gesundes Zahnwachstum.
Mundpflege vor dem ersten Zahn
Noch bevor sich der erste Zahn zeigt, sollten Sie das Zahnfleisch Ihres Babys mit einem weichen Waschlappen oder einer spezielle Fingerzahnbürste sanft reinigen. Damit entfernen Sie Essensreste, beugen Bakterien vor und gewöhnen Ihr Kind an das Gefühl im Mund – eine gute Grundlage für das Einführen der Zahnbürste, sobald der erste Zahn kommt.
Eine sanfte Massage beruhigt außerdem das Zahnfleisch, wenn das Baby zahnt, und kann sogar die Schmerzen lindern. (Mehr über das Zahnen erfahren Sie in diesem Blogbeitrag: “Baby’s erste Zähne – und wie das Zahnen leichter geht”)

Das erste Mal Zähneputzen
Der erste Zahn ist ein besonderer Meilenstein – im Leben der Eltern und der Kinder. Nun beginnt das „echte“ Zähneputzen. Verwenden Sie dafür eine weiche Babyzahnbürste und tragen Sie eine winzige Menge fluoridhaltiger Zahnpasta auf. Anfangs reicht es, die Zähne einmal täglich zu putzen, später dann zweimal täglich – am besten morgens und abends.
Seien Sie ein Vorbild!
Zähneputzen ist nicht immer das, was Kinder am liebsten tun. Aber Kinder lernen am besten durch Nachahmung. Nutzen Sie diese natürliche Neugier und zeigen Sie Ihnen anhand Ihrer eigenen täglichen Routine, dass Zähneputzen selbstverständlicher Teil der Gesundheitspflege ist.
So macht Zähneputzen Spaß
Sie können das Zähneputzen auch zu einem gemeinsamen Ritual machen – Kinder lieben so etwas. Seien Sie kreativ, putzen Sie gemeinsam die Zähne und verwandeln Sie das Bad in eine kleine Bühne. Mit einem lustigen Zahnputzlied oder einer kindgerechten Sanduhr wird aus der Pflicht ein spielerischer Moment.
Auch spezielle Kinderbücher oder kurze Videos über die Zahnpflege vermitteln auf verständliche und lustvolle Weise, warum das Putzen so wichtig ist. Zahnputzapps oder kleine Belohnungen können helfen, das Interesse zu wecken. Probieren Sie verschiedene Methoden aus und finden Sie heraus, was bei Ihrem Kind am besten funktioniert!
Karies und Kinderzähne
Karies kann bereits bei den kleinsten Zähnchen auftreten, vor allem wenn Kinder häufig zuckerhaltige Getränke oder Snacks konsumieren. Geben Sie Ihrem Kind daher möglichst oft Obst und Gemüse zum Jausnen. Zuckerarme Lebensmittel und eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D fördern starke Zähne.
Besonders ungünstig sind gesüßte Tees oder Limonaden, die über längere Zeit in Fläschchen konsumiert werden. Auch vom Beruhigungsfläschchen im Bett ist abzuraten. Am besten gewöhnen Sie Ihr Kind möglichst früh daran, Wasser zu trinken – das ist nicht nur für die Zähne die bessere Wahl.
Schnuller und Babylöffel gehören Ihrem Kind allein
Es mag verlockend sein, den Schnuller schnell selbst in den Mund zu nehmen, um ihn zu säubern. Doch dabei können Bakterien übertragen werden, die das Kariesrisiko bei Ihrem Kind erhöhen. Verwenden Sie daher immer saubere Schnuller und achten Sie darauf, dass diese nicht im Mund von Erwachsenen landen. So bleibt das kindliche Bakterienmilieu in Balance und das Risiko für Zahnschäden sinkt.
Fluoride für starke Zähne
Fluoride helfen, den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Karies zu machen, und sind für die Zahngesundheit unverzichtbar. Sie können bereits ab dem ersten Zähnchen eine spezielle Kinderzahnpasta mit angepasstem Fluoridgehalt verwenden. Lassen Sie sich am besten in der Apotheke beraten, welche Produkte für das Alter Ihres Kindes geeignet sind – auch, um die richtige Dosierung einzuhalten und Überdosierungen zu vermeiden.
Eigenverantwortung und Nachkontrolle
Wenn Ihr Kind beginnt, Interesse an der eigenen Zahnpflege zu zeigen, haben Sie ein erstes wichtiges Ziel erreicht. Bringen Sie ihm behutsam bei, die Zahnbürste richtig zu führen, und loben Sie seine Fortschritte!
Denken Sie daran, dass die motorischen Fähigkeiten Ihres Kindes erst heranwachsen – Kinderhände sind oft noch zu ungeschickt, um alle Stellen gut zu erreichen. Bis etwa zum Schulalter sind Kontrolle und Nachputzen sinnvoll, um eine gründliche Reinigung zu gewährleisten.

Besuch beim Zahnarzt
Der Zahnarztbesuch kann ein aufregender Moment für Ihr Kind sein. Machen Sie es mit dieser Routine vertraut, wenn die ersten Milchzähne vollständig da sind. Dann ist es auch bei späteren Besuchen entspannter.
Versuchen Sie, ein möglichst positives Erlebnis daraus zu machen: Sprechen Sie vorher positiv über die Zahnärztin oder den Zahnarzt und verzichten Sie auf Worte wie „Das tut aber weh!“. Ihr Kind sollte spüren, dass der Zahnarztbesuch gut für seine Zähne ist – und nicht, um Schmerzen zu bereiten.
Unterstützung aus der Apotheke
Ein gesunder Start bei der Zahnpflege beginnt oft mit einer guten Beratung. Ob es um die richtige Zahnpasta geht, sanfte Zahnbürsten für Kinder oder ergänzende Produkte wie Fluoridtabletten – Ihre Apotheke ist eine verlässliche Anlaufstelle, wenn es um die Zahnpflege Ihres Kindes geht. Lassen Sie sich beraten, wie Sie Schritt für Schritt die Basis für starke und gesunde Kinderzähne legen!
Betroffene wissen es aus leidvoller Erfahrung: Chronische Schmerzen beeinflussen das Alltagsleben auf allen Ebenen – nicht nur körperlich, sondern auch mental. Rücken- oder Gelenksschmerzen (die am meisten verbreiteten Leiden) sowie Migräne sind für sie eine tägliche Herausforderung.
Viele Apotheken kennen dieses weit verbreitete Leiden und haben sich auf die Beratung rund um die richtige Schmerzbehandlung spezialisiert. Sie helfen mit bewährten Medikamenten, pflanzlichen Präparaten und der nötigen Expertise.
1. Schmerzlinderung: Medikamente und mehr
Chronische Schmerzen erfordern oft einen Mix aus Schmerzmitteln, speziellen Präparaten und alltäglichen Hilfsmitteln. Entweder hat Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ein Präparat zur Schmerzlinderung verschrieben oder Sie lassen sich in der Apotheke über passende Produkte informieren. Dort erfahren Sie zudem alles über mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Die am häufigsten verwendeten Mittel stellen wir Ihnen hier vor:
- Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen sind klassische Helfer, wenn es darum geht, entzündungsbedingte Schmerzen zu lindern. In niedrigen Dosierungen sind sie rezeptfrei erhältlich und helfen z. B. bei Rückenschmerzen oder Gelenksbeschwerden.
- Paracetamol ist ein bewährtes Schmerzmittel, das besonders bei Kopfschmerzen oder leichteren Beschwerden zur Anwendung kommt und meist gut verträglich ist.
- Opioidanalgetika werden bei stärkeren Schmerzen verordnet und sind in der Apotheke auf Rezept erhältlich. Hier ist die Beratung besonders wichtig, da diese Medikamente ein hohes Suchtpotenzial haben und regelmäßig überprüft werden sollten.
- Pflanzliche Alternativen: Bei leichten Schmerzen oder zur Unterstützung können auch pflanzliche Präparate wie Teufelskralle oder Weidenrinde helfen. Sie gelten als schonende Ergänzung und eignen sich besonders für Menschen, die langfristig eine Alternative zu synthetischen Medikamenten suchen.
Unterstützende Hilfsmittel: Dazu zählen etwa Wärmepflaster oder orthopädische Produkte. Auch Curcuma-Präparate – sie wirken entzündungshemmend – sowie spezielle Nährstoffmischungen, etwa mit Glucosamin und Chondroitin, können insbesondere bei Gelenkschmerzen hilfreich sein. Ergänzend kommen Salben mit schmerz- und entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Diclofenac, Ibuprofen oder pflanzlichen Alternativen wie Beinwell, Arnika und Weihrauch zum Einsatz.
2. Entspannung und Bewegung
Neben Medikamenten können Sie mit regelmäßiger Bewegung und gezielten Entspannungstechniken die Intensität der Schmerzen verringern. Denn entgegen der allgemeinen Meinung verschärft körperliche Schonung die Probleme, anstatt sie zu beseitigen.
Wenn Sie unter Rückenschmerzen leiden, helfen gelenkschonende Sportarten wie Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen, den Stütz- und Bewegungsapparat zu kräftigen. Ähnliches gelingt auch durch ein moderates Training zum Muskelaufbau sowie durch Beweglichkeitsübungen, die Verspannungen lösen, wie z. B. Yoga, progressive Muskelentspannung oder autogenes Training.
Darüber hinaus tun Sport und Bewegung auch der Seele gut. Sie beruhigen das Nervensystem, sodass Schmerzen gelindert und neue Energien getankt werden können.

3. Ernährung und Schlaf
Auch ein erholsamer Schlaf und die richtige Ernährung spielen eine bedeutende Rolle im Umgang mit chronischen Schmerzen. Leider bleibt diese Balance jedoch im Alltag oft auf der Strecke – weil Schmerzen den Schlaf rauben oder den Appetit einschränken.
Gesunder Schlaf – Reset für den Körper
In der Nacht repariert unser Körper Zellen und baut entzündliche Stoffe ab, die oft an der Entstehung von Schmerzen beteiligt sind. Versuchen Sie daher, eine feste Schlafroutine für einen erholsamen Schlaf zu entwickeln! Ein abendliches Ritual hilft dabei, den Körper zu beruhigen und den Schlaf einzuleiten. Vielleicht wollen Sie ein Buch lesen oder beruhigende Musik hören oder den Tag bei einem guten Gespräch ausklingen lassen? Auch Entspannungstechniken wie leichtes Dehnen oder Atemübungen können unterstützen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – nur das Sitzen vor dem Bildschirm sollten sie vermeiden.
Es ist erwiesen, dass Schlafprobleme oft die Schmerzwahrnehmung beeinflussen. Falls Schlafstörungen zu Ihren Begleitern gehören, können Sie auf Präparate wie Baldrian oder Melatonin aus der Apotheke zurückgreifen. Hilfreiche Tipps zu diesem Thema finden Sie auch in unserem Blogbeitrag Gesunder Schlaf durch Melatonin.
Mit Lebensmitteln gegen Entzündungen
Eine ausgewogene Ernährung, die reich an entzündungshemmenden Nährstoffen ist, sollte als Faktor bei der Behandlung chronischer Schmerzen nicht unterschätzt werden.
Bestimmte Lebensmittel wie Beeren, grünes Gemüse, Nüsse und fettreiche Fische (z. B. Lachs) oder Leinöl enthalten Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren. Diese helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren. Zucker, Alkohol und stark verarbeitete Lebensmittel hingegen können Entzündungen fördern und damit Schmerzen verstärken.
4. Ihre Apotheke hilft!
Schmerzbekämpfung ist viel mehr als nur das Einnehmen der richtigen Tablette. So wie bei den meisten anderen Krankheiten auch erzielt eine ganzheitliche Behandlung die besten Ergebnisse.
Ihre Apotheke unterstützt Sie dabei auf verschiedenen Ebenen: Ein persönliches Gespräch mit Apotheker:innen bringt Klarheit und Sicherheit, wenn es darum geht, das individuell passende Präparat auszuwählen – oder die Einnahmezeiten besser zu koordinieren.
In der Apotheke finden Sie neben Medikamenten auch Alternativen oder hochwertige Produkte zum Kombinieren mit weniger Nebenwirkungen. Darunter fallen pflanzliche Mittel, Tees oder homöopathische Präparate – lassen Sie sich beraten!
Wie immer erhalten Sie von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker auch wertvolle Informationen zu Wechselwirkungen. Sie achten darauf, dass alles, was Sie einnehmen, bestens aufeinander abgestimmt ist. Auch mögliche Gegenanzeigen haben sie im Blick und sind damit die perfekten Begleiter:innen für mehr Lebensqualität trotz chronischer Schmerzen.
