Warum unsere Haut Schutz vor der Sonne braucht
Sonnenlicht enthält UV-Strahlen, die die Haut auch dann reizen können, wenn man die Sonne noch als angenehm empfindet.
Man unterscheidet vor allem zwei Arten:
- UV-B-Strahlen sind hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich
- UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und tragen zur vorzeitigen Hautalterung bei
Beide Strahlenarten können die Haut schädigen. Während ein Sonnenbrand ein deutliches Warnsignal ist, entstehen andere Schäden unbemerkt und zeigen sich erst später. UV-Strahlung gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs. Ein passender Sonnenschutz hilft, die Haut im Alltag vor diesen Einflüssen zu schützen.
Gerade die ersten stärkeren Sonnenstrahlen im Frühling werden häufig unterschätzt. Viele Menschen sind nach den Wintermonaten noch nicht auf Sonnenschutz eingestellt und vergessen, sich rechtzeitig einzucremen. Dabei kann die Haut auch an den ersten warmen Sonnentagen schnell reagieren – oft mit einem Sonnenbrand, bevor man überhaupt damit rechnet. Deshalb gilt: Sonnenschutz sollte nicht erst im Hochsommer beginnen, sondern bereits dann, wenn die Sonne wieder spürbar stärker wird.

Was bedeutet der Lichtschutzfaktor (LSF)?
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie gut ein Sonnenschutzmittel vor UV-B-Strahlen schützt. Er beschreibt vereinfacht, wie lange die Haut mit Schutz der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne zu verbrennen.
LSF 15 bis 25 steht für einen niedrigen bis mittleren Schutz, ab LSF 30 spricht man von hohem Schutz, LSF 50+ von sehr hohem Schutz. Welcher Wert sinnvoll ist, hängt von der Intensität der Sonne, der Aufenthaltsdauer im Freien und der Empfindlichkeit Ihrer Haut ab. Die Wahl des LSF richtet sich nach dem Hauttyp und der Eigenschutzzeit der Haut. Ein sehr heller Hauttyp hat z.b. eine geringere Eigenschutzzeit. Im Zweifel kann ein höherer Lichtschutzfaktor sinnvoll sein.
Wichtig ist die richtige Anwendung: Der Sonnenschutz sollte ausreichend aufgetragen und besonders nach dem Schwimmen oder Schwitzen regelmäßig erneuert werden.
Chemische und mineralische Filter: Was ist der Unterschied?
Sonnenschutzmittel enthalten UV-Filter, die die Haut vor Strahlung schützen, indem sie diese aufnehmen, reflektieren oder streuen. Häufig werden mehrere Filter kombiniert, um sowohl vor UV-A- als auch vor UV-B-Strahlen zu schützen.
Chemische Filter nehmen die Strahlung auf und wandeln sie um. Sie lassen sich meist gut verteilen und sind auf der Haut kaum sichtbar. Mineralische Filter bilden eine feine Schutzschicht auf der Haut und reflektieren beziehungsweise streuen die Strahlen, wodurch ein leichter weißer Film entstehen kann.
Beide Varianten können wirksam schützen. Bei empfindlicher Haut oder bei Kindern werden mineralische Filter häufig gut vertragen.

Besonderer Schutz für Kinderhaut
Kinderhaut ist besonders empfindlich, da sie dünner ist und ihr Eigenschutz sich erst entwickelt. Gleichzeitig verbringen Kinder viel Zeit im Freien, weshalb ein verlässlicher Sonnenschutz besonders wichtig ist.
Für Babys gilt: Direkte Sonne sollte möglichst vermieden werden. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor allem im Schatten bleibt. Auch bei älteren Kindern empfiehlt es sich, intensive Sonne, besonders zur Mittagszeit, zu meiden. Kleidung wie Hut, Sonnenbrille und möglichst bedeckende, luftige Textilien bietet zusätzlichen Schutz.
Auf unbedeckten Hautstellen tragen Sie am besten regelmäßig einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor auf. Achten Sie darauf, ausreichend aufzutragen und den Schutz besonders nach dem Schwimmen oder Schwitzen zu erneuern.
Praktische Tipps für den Alltag
Ein guter Sonnenschutz besteht aus mehreren Bausteinen:
- Sonnenschutzmittel richtig anwenden: ausreichend und gleichmäßig auftragen
- Frühzeitig eincremen: am besten etwa 20 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien
- Nachcremen nicht vergessen: besonders nach dem Baden oder starkem Schwitzen
- Kleidung nutzen: dicht gewebte Stoffe bieten zusätzlichen Schutz
- Kopf und Augen schützen: mit Hut und Sonnenbrille
Besonders in der Zeit rund um Mittag ist es sinnvoll, direkte Sonne möglichst komplett zu meiden. Auch im Schatten und bei Bewölkung bleibt Sonnenschutz wichtig.
Im Freien gut vor Sonneneinstrahlung geschützt: Unterstützung aus Ihrer Apotheke
Ihr Apothekenteam unterstützt Sie dabei, geeignete Sonnenlotionen, Cremes oder After-Sun-Produkte für Ihren Hauttyp und besondere Bedürfnisse, etwa bei empfindlicher Haut oder bei Kindern, auszuwählen. Auch Fragen zum Lichtschutzfaktor und zur richtigen Anwendung können beantworten wir gern.
Bei Sonnenbrand erhalten Sie zudem Beratung, welche Maßnahmen zur Linderung sinnvoll sein können und wann es besser ist, ärztlichen Rat einzuholen.










