Wann beginnt die Zeckensaison?
Zecken werden aktiv, sobald die Temperaturen dauerhaft über etwa sieben Grad Celsius liegen. In Österreich beginnt ihre Saison deshalb meist im Frühjahr und kann bis in den Herbst hinein dauern.
Die kleinen Spinnentiere leben nicht auf Bäumen, sondern vor allem in niedriger Vegetation: etwa im Gras, im Gebüsch oder an Waldrändern. Auch in Parks, Gärten oder entlang von Wanderwegen können sie vorkommen. Beim Vorbeigehen gelangen sie von Pflanzen auf Kleidung oder Haut.
Wann wird ein Zeckenbiss gefährlich? Symptome frühzeitig erkennen
In vielen Fällen bleibt ein Zeckenstich ohne Folgen. Dennoch können Zecken Krankheitserreger übertragen. In Österreich spielen dabei vor allem zwei Erkrankungen eine Rolle: Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).
Bei Borreliose kann sich einige Tage oder Wochen nach dem Stich eine auffällige Hautrötung entwickeln. Sie breitet sich oft ringförmig rund um die Einstichstelle aus und wird als sogenannte Wanderröte bezeichnet. Manche Betroffene berichten außerdem über Müdigkeit, Fieber oder Gelenkschmerzen.
FSME beginnt meist mit eher unspezifischen Beschwerden wie Kopf-, Glieder- oder Fiebergefühl. In seltenen Fällen kann es im weiteren Verlauf zu einer Entzündung von Gehirn oder Hirnhäuten kommen.
Wichtig zu wissen: Nicht jeder Zeckenstich führt zu einer Erkrankung. Beobachten Sie die Einstichstelle in den Tagen danach dennoch aufmerksam. Wenn sich Veränderungen zeigen oder Beschwerden auftreten, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.

Vorbeugung: Ist eine Impfung gegen Zecken sinnvoll?
Die FSME–Impfung ist eine wichtige Maßnahme, um sich vor einer FSME-Infektion zu schützen. Sie wird in Österreich besonders Menschen empfohlen, die sich regelmäßig im Freien aufhalten und gerne Wandern, Radfahren oder im Garten arbeiten.
Der Impfschutz wird durch mehrere Impfungen aufgebaut und muss in bestimmten Abständen aufgefrischt werden. Welche Intervalle sinnvoll sind, hängt unter anderem vom Alter und vom bisherigen Impfstatus ab.
Die Impfung schützt allerdings nur vor FSME und nicht vor Borreliose. Deshalb bleiben zusätzliche Schutzmaßnahmen weiterhin wichtig. Achten Sie also stets auf geeignete Kleidung und suchen Sie Ihre Haut nach Aufenthalten im Grünen gründlich ab.

Wie Sie sich im Alltag vor Zecken schützen können
Wer sich regelmäßig im Grünen aufhält, kann mit ein paar einfachen Maßnahmen viel für den eigenen Zeckenschutz tun. Wichtig ist dabei nicht nur die Vorbeugung, sondern auch zu wissen, wie man nach einem Stich richtig vorgeht:
- Geeignete Kleidung tragen: Wer sich im hohen Gras, im Gebüsch oder im Unterholz aufhält, kann mit geschlossener Kleidung einen gewissen Schutz schaffen. Helle Kleidung hilft zudem, Zecken schneller zu entdecken.
- Nach Aufenthalten im Freien kontrollieren: Nach Spaziergängen, Wanderungen oder Gartenarbeiten lohnt es sich, die Haut kurz abzusuchen. Zecken setzen sich häufig an warmen, geschützten Körperstellen wie etwa in Kniekehlen, Achseln oder hinter den Ohren fest.
- Zecken möglichst rasch entfernen: Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst bald entfernt werden. Dazu greift man sie mit einer feinen Pinzette oder einer Zeckenzange möglichst nah an der Haut und zieht sie langsam und gerade heraus. Anschließend kann die Einstichstelle desinfiziert
- Hautstelle beobachten: Eine leichte Rötung oder etwas Juckreiz rund um die Einstichstelle sind in den ersten Tagen nicht ungewöhnlich. Kühlende Gels oder juckreizlindernde Cremes aus der Apotheke können hier für Linderung sorgen.
- Bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat einholen: Eine größer werdende, ringförmige Rötung, starke Schwellung oder anhaltende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.
Hilfe und Beratung zur Behandlung von Zeckenbissen erhalten Sie nicht nur in Ihrer Arztpraxis, sondern auch in der Apotheke.
Zeckenschutz und Behandlung von Zeckenbissen: Hilfe aus Ihrer Apotheke
Ihre Apotheke kann bei vielen Fragen rund um Zeckenschutz und Zeckenbisse weiterhelfen. Dort erhalten Sie beispielsweise Zeckenschutzmittel für Haut oder Kleidung sowie Hilfsmittel zur sicheren Entfernung von Zecken. Auch für die Linderung von Juckreiz empfehlen wir Ihnen gerne geeignete Cremes und Gels.
Das Apothekenteam erklärt Ihnen gerne, wie eine Zecke richtig entfernt wird und worauf danach zu achten ist. Auch bei Fragen zu Impfungen, Schutzmaßnahmen oder möglichen Beschwerden nach einem Zeckenstich ist Ihre Apotheke die richtige Anlaufstelle.










