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Detox überall – woher kommt der Wunsch nach „Entgiftung“?
Detox-Trends versprechen oft einen Neustart für den Körper: mehr Energie, ein besseres Wohlbefinden oder eine vermeintliche „Reinigung“. Solche Angebote sprechen gezielt den weitverbreiteten Wunsch an, Belastungen für den Körper auszugleichen und die eigene Gesundheit aktiv zu unterstützen.
Gleichzeitig lohnt es sich, genauer hinzusehen. Viele Programme oder Produkte arbeiten mit stark vereinfachten Vorstellungen davon, wie Entgiftung im Körper tatsächlich funktioniert. Einen wissenschaftlichen Beleg dafür, dass der Körper entgiftet werden muss, gibt es bislang nicht.
Unser Körper kann mehr, als man denkt
Der menschliche Körper verfügt bereits über effektive eigene Entgiftungssysteme. Besonders die Leber spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie verarbeitet Stoffwechselprodukte, baut Alkohol oder Medikamente ab und sorgt dafür, dass Abfallstoffe ausgeschieden werden können.
Auch andere Organe sind beteiligt:
- Die Nieren filtern Abbauprodukte aus dem Blut.
- Der Darm scheidet Stoffwechselreste aus.
- Die Haut und die Lunge tragen ebenfalls zur Regulation bei.
Diese Prozesse laufen kontinuierlich von selbst ab, ohne, dass spezielle Detox–Kuren notwendig wären. Was oft als “Entgiftung” oder “Entlastung” angepriesen wird, kann in manchen Fällen sogar mehr Schaden anrichten als, dass der Körper davon profitiert.

Nicht alles hilft: Detox-Trends kritisch einordnen
Viele Detox-Angebote wirken auf den ersten Blick attraktiv. Wer möchte sich nicht fitter, energetischer fühlen und obendrein vielleicht sogar ein paar Kilos verlieren? Dennoch ist ihre tatsächliche Wirkung oft begrenzt oder wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.
Beispiele dafür sind:
- sehr einseitige Saft– oder Fastenkuren
- stark beworbene „Entgiftungsprodukte“ ohne klare Datenlage
- extreme Programme mit unrealistischen Erwartungen
Solche Maßnahmen können im Einzelfall sogar belastend sein, etwa wenn wichtige Nährstoffe fehlen oder der Kreislauf zusätzlich gefordert wird. Nachhaltige Gewohnheiten sind meist hilfreicher als kurzfristige „Reset“-Programme.
Was der Körper in belastenden Zeiten wirklich braucht
Gerade in stressigen Phasen, während Krankheitswellen oder bei hoher Alltagsbelastung profitiert der Körper weniger von kurzfristigen Kuren als von stabilen Routinen.
Hilfreich können zum Beispiel sein:
- Ausgewogene Ernährung mit ausreichend Nährstoffen
- Genügend Flüssigkeit, idealerweise über den Tag verteilt
- Regelmäßige Bewegung, angepasst an die persönliche Situation
- Ausreichender Schlaf zur Regeneration
- Bewusster Umgang mit Alkohol, Medikamenten und Stress
Diese Faktoren unterstützen die natürlichen Körperfunktionen oft wirksamer als kurzfristige Detox-Trends.

Organe gezielt unterstützen
Manche Menschen möchten ihre Leber oder den Stoffwechsel mit pflanzlichen Präparaten, Vitaminen oder Mineralstoffen zusätzlich unterstützen. Das kann bei erhöhtem Bedarf, nach belastenden Phasen oder wenn Ernährung und Alltag zeitweise aus dem Gleichgewicht geraten sind auch sinnvoll sein.
In Ihrer Apotheke erhalten Sie professionelle Beratung zu:
- pflanzlichen Präparaten, die traditionell zur Unterstützung von Leber und Verdauung eingesetzt werden
- Vitamin– und Mineralstoffprodukte bei möglichem Mehrbedarf
- Teemischungen oder sanften Maßnahmen zur Unterstützung von Stoffwechsel und Wohlbefinden
- der richtigen Anwendung und sinnvollen Kombination verschiedener Präparate.
Wichtig ist dabei, realistische Erwartungen an mögliche Effekte zu haben und auf geprüfte Qualität sowie eine passende Dosierung zu achten. Besonders bei bestehenden Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme empfiehlt sich eine fachliche Beratung. Unterstützende Mittel können eine ausgewogene Lebensweise ergänzen, ersetzen jedoch keine medizinische Abklärung bei anhaltenden Beschwerden.
Gut begleitet statt allein experimentieren – Ihre Apotheke hilft
Wenn Sie Fragen zu Detox-Trends, Lebergesundheit oder unterstützenden Maßnahmen haben, ist Ihre Apotheke eine gut erreichbare Anlaufstelle. Das Apothekenteam hilft, Informationen einzuordnen, berät zu geeigneten Präparaten und unterstützt Sie, ergänzend zur ärztlichen Betreuung, dabei, fundierte Entscheidungen für Ihre Gesundheit zu treffen.
Was hinter Stress steckt und was er im Körper auslösen kann
Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf physische und psychische Herausforderungen oder Belastungen. Das Nervensystem schüttet dabei vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol aus. Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, die Muskulatur spannt sich an und der Körper stellt kurzfristig mehr Energie bereit.
Diese Reaktion ist grundsätzlich nützlich und kann uns in Gefahrensituationen dabei helfen, konzentriert zu handeln oder schnell zu reagieren. Bleibt dieser Zustand jedoch über längere Zeit bestehen, weil Erholungsphasen ausbleiben und der Körper fälschlicherweise dauerhaft “Gefahr wittert”, kann sich das auf verschiedene Weisen äußern.
Anhaltender Stress kann sich auf verschiedene Bereiche auswirken, zum Beispiel durch:
- veränderten Schlaf: Einschlafprobleme, nächtliches Aufwachen oder fehlende Erholung am Morgen
- nachlassende Konzentration oder Stimmungsschwankungen
- Gereiztheit oder schnellere Erschöpfung
- körperliche Beschwerden wie Verspannungen, Kopfschmerzen oder ein anhaltendes Gefühl von Unruhe
- eine höhere Infektanfälligkeit oder längere Erholungsphasen nach Krankheiten
Zu viel Stress: So entwickelt sich Daueranspannung im Alltag
Stress ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter. Berufliche Anforderungen, Familie, Termine, Informationsflut oder die dauerhafte Erreichbarkeit sorgen dafür, dass Anspannung fast selbstverständlich geworden ist. Kurzfristig kann Stress sogar hilfreich sein: Er macht wach und leistungsfähig. Problematisch wird es, wenn Erholung ausbleibt und Anspannung zum Dauerzustand wird.
Gleichzeitig ist Stressreduktion leichter gesagt als getan. Wer sich vornimmt, „endlich weniger Stress zu haben“, erlebt nicht selten zusätzlichen Druck. Das Gefühl, die Belastung nicht ausreichend kontrollieren zu können, kann selbst wieder Stress auslösen. Deshalb geht es meist nicht darum, Stress vollständig zu vermeiden, sondern besser mit ihm umzugehen und im Alltag verlässliche Ausgleichsphasen zu schaffen.

Stress reduzieren: Kleine Veränderungen im Alltag
Manchmal können bereits wiederkehrende, kleine Schritte im Umgang mit Stress den Unterschied machen. Kurze Pausen im Tagesablauf, auch wenn es nur wenige Minuten sind, können helfen, Abstand zu gewinnen. Regelmäßige Bewegung, besonders an der frischen Luft, kann Spannungen abbauen und den Kopf freier machen.
Ebenso wichtig ist ein bewusster Umgang mit Bildschirmzeit. Feste Zeiten ohne Smartphone oder Laptop schaffen Raum für Erholung. Einfache Entspannungstechniken wie ruhiges Atmen, progressive Muskelentspannung oder kurze Achtsamkeitsübungen lassen sich ohne großen Aufwand in den Alltag integrieren. Entscheidend ist weniger die Methode als die Regelmäßigkeit.
Wenn Stress jedoch über längere Zeit anhält oder bereits zu starker Erschöpfung, anhaltenden Schlafproblemen oder Stimmungseinbrüchen geführt hat, können größere Veränderungen notwendig sein. In solchen Situationen ist es sinnvoll, ärztlichen oder psychologischen Rat einzuholen. Professionelle Unterstützung kann helfen, Ursachen zu klären und passende Wege im Umgang während dieser Zeit zu finden.
Nerven stärken und Schlaf fördern
Schlaf spielt eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Stress. Während der Nacht verarbeitet der Körper Eindrücke, reguliert Hormone und erneuert Energiereserven. Wer dauerhaft zu wenig oder schlecht schläft, erlebt Belastungen oft intensiver.
Bei Einschlafproblemen können pflanzliche Zubereitungen mit Baldrian, Lavendel, Passionsblume, Melisse oder Hopfen hilfreich sein. Kurzfristig kann auch Melatonin in bestimmten Situationen, wie etwa bei einem verschobenem Schlafrhythmus, sinnvoll sein. Der Konsum von Koffein am Nachmittag oder Abend sollte möglichst vermieden werden.
Auch die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen kann eine Rolle spielen. B-Vitamine tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems und zum Energiestoffwechsel bei. Magnesium unterstützt die normale Muskelfunktion und die Funktion des Nervensystems und wird daher in Phasen erhöhter Anspannung häufig eingesetzt.
Diese Maßnahmen können den Umgang mit Stress begleiten, ersetzen jedoch keine weiterführende Abklärung bei anhaltenden Beschwerden.
Ihre Apotheke als Ansprechpartner
Bei Fragen rund um Stress, Schlaf oder Nervosität ist Ihre Apotheke eine gut erreichbare erste Anlaufstelle. Das Apothekenteam hilft, Beschwerden einzuordnen und berät zu geeigneten Möglichkeiten wie B-Vitaminen oder pflanzlichen Präparaten. Auch Hinweise zur richtigen Anwendung und zu möglichen Wechselwirkungen gehören dazu.
Wir verstehen uns dabei als Ergänzung zur ärztlichen Betreuung mit dem Ziel, Sie in belastenden Phasen gut informiert zu begleiten.
Frühling liegt in der Luft – Warum jetzt Allergien aufflammen
Mit den ersten warmen Tagen gelangen vermehrt Blütenpollen in die Luft. Bei Menschen mit einer Pollenallergie reagiert das Immunsystem darauf besonders empfindlich. Eigentlich harmlose Stoffe werden als Bedrohung wahrgenommen, wodurch Botenstoffe wie Histamin freigesetzt werden. Diese Reaktion löst typische Allergiesymptome aus.
Der Pollenflug verläuft je nach Wetter und Region unterschiedlich, folgt aber meist einem typischen Muster:
- Winter (Dez–Feb): erste Hasel- und Erlenpollen möglich, vereinzelt weitere Baumpollen
- Frühjahr (März–Mai): vor allem Baumpollen wie Birke, Esche, Buche oder Eiche
- Sommer (Mai–Aug): häufig Gräserpollen, regional auch Getreide und Kräuter
- Spätsommer/Herbst (Aug–Sep): Beifuß und regional Ambrosia
- Herbst/Winter (Okt–Nov): meist nur noch geringe Pollenbelastung
Aktuelle Pollenvorhersagen oder Apps können helfen, den Alltag besser zu planen. Aktuelle Infos für Österreich finden Sie beispielsweise hier.
Typische Allergie-Beschwerden zum Pollenflug
Pollenallergien können sich unterschiedlich äußern. Besonders betroffen sind meist die Schleimhäute von Nase, Augen und Atemwegen.
Häufige Beschwerden sind:
- Niesreiz sowie laufende oder verstopfte Nase
- juckende, gerötete oder tränende Augen
- Kratzen im Hals oder leichter Hustenreiz
- Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder allgemeine Abgeschlagenheit
Im Unterschied zu einer Erkältung treten Allergiesymptome oft plötzlich auf, meist ohne Fieber und häufig parallel zum Pollenflug. Eine verlässliche Diagnose sollte dennoch ärztlich erfolgen, besonders bei anhaltenden oder stärkeren Beschwerden. Die Diagnose wird meist durch einen Pricktest oder eine Blutuntersuchung gestellt.
Alltagstipps für die Pollensaison
Auch im Alltag lässt sich einiges tun, um die Pollenbelastung möglichst gering zu halten. Kleine Anpassungen können oft schon spürbare Entlastung bringen.
Hilfreich können zum Beispiel sein:
- Gezielt lüften: Je nach Region und Tageszeit ist die Pollenkonzentration unterschiedlich hoch. Beschränken Sie das Lüften auf pollenarme Tageszeiten.
- Kleidung nach dem Aufenthalt im Freien wechseln, besonders vor dem Schlafengehen.
- Haare abends waschen, damit weniger Pollen ins Bett gelangen.
- Pollenflug beobachten, etwa über Apps oder Wetterdienste.
- Aktivitäten im Freien anpassen, wenn die Belastung besonders hoch ist.
Diese Maßnahmen ersetzen keine Behandlung, können aber den Alltag oft angenehmer gestalten.

Unterstützung aus der Apotheke für die Pollensaison
Wenn Allergiesymptome auftreten, hilft oft ein kurzes Gespräch. In Ihrer Apotheke bekommen Sie unkompliziert Orientierung zu möglichen Ursachen und dazu, was im Alltag unterstützen kann.
In der Apotheke erhalten Sie unter anderem:
- Information zur Allergietest-Abholung bzw. erste Orientierung zu möglichen Auslösern
- Beratung zu antiallergischen Präparaten je nach Beschwerdebild
- Empfehlungen zu Nasensprays oder Augentropfen
- Hinweise zur richtigen Anwendung und Kombination von Präparaten
Die Beratung erfolgt individuell und kann helfen, geeignete Maßnahmen sicher einzuordnen.
Neue Therapieansätze und wann ärztlicher Rat sinnvoll ist
Die Allergieforschung entwickelt laufend neue Behandlungsoptionen. Dazu zählen etwa gezielt wirkende Antikörpertherapien sowie Weiterentwicklungen der spezifischen Immuntherapie. Viele dieser Ansätze werden bereits eingesetzt oder befinden sich noch in klinischer Prüfung. Welche Therapie geeignet ist, sollte individuell ärztlich abgeklärt werden.
Neben der kurzfristigen Linderung von Beschwerden gibt es auch langfristige Therapieansätze. Dazu zählt etwa die spezifische Immuntherapie. Ziel ist es, das Immunsystem schrittweise an die auslösenden Allergene zu gewöhnen. Diese Behandlung erfolgt ärztlich und über einen längeren Zeitraum.
Eine medizinische Abklärung empfiehlt sich insbesondere:
- bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden
- bei Atemproblemen oder deutlicher Einschränkung der Lebensqualität
- wenn Unsicherheit über die Ursache besteht
Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, geeignete Maßnahmen gezielt auszuwählen.
Gut begleitet durch die Allergiesaison mit Ihrer Apotheke
Das Apothekenteam in Ihrer Apotheke unterstützt Sie gerne bei Fragen rund um Pollenallergien. Wir helfen, Beschwerden einzuordnen, beraten zu geeigneten Präparaten, Nasensprays oder Augentropfen und informieren über Allergietests sowie mögliche nächste Schritte. Dabei verstehen wir uns als Ergänzung zur ärztlichen Versorgung.
Was steckt hinter der Frühjahrsmüdigkeit?
Der Körper stellt sich im Frühling auf veränderte Bedingungen ein. Nach den dunklen Wintermonaten nehmen Tageslicht und Temperaturen zu, der Biorhythmus muss sich neu ausbalancieren. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Hormonelle Umstellung: Mit mehr Tageslicht sinkt die Produktion des Schlafhormons Melatonin, während aktivierende Hormone wie Serotonin zunehmen. Diese Umstellung braucht Zeit.
- Temperaturschwankungen: Der Kreislauf reagiert auf wechselnde Temperaturen, was sich als Müdigkeit oder Schwindel bemerkbar machen kann.
- Winterliche Lebensweise: Weniger Bewegung, schwerere Ernährung und geringere Vitaminzufuhr im Winter können dazu beitragen, dass Energiereserven im Frühling niedriger sind.
Frühjahrsmüdigkeit ist daher meist kein Zeichen einer Erkrankung, sondern Ausdruck einer natürlichen Anpassung.
Träge trotz viel Schlaf: Typische Anzeichen im Alltag
Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Häufig berichten Betroffene über:
- anhaltende Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Kreislaufprobleme
- erhöhte Reizbarkeit
- Gliederschmerzen
- Kopfschmerzen und Wetterfühligkeit
- das Gefühl, „nicht richtig in Schwung zu kommen“
Diese Symptome können unangenehm sein, klingen aber bei den meisten Menschen innerhalb weniger Wochen wieder ab.

Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und Erschöpfung?
Schon kleine Veränderungen im Tagesablauf können helfen, den Körper bei der Umstellung zu unterstützen:
- Regelmäßige Bewegung: Spaziergänge oder leichte sportliche Aktivitäten im Freien bringen den Kreislauf in Schwung.
- Tageslicht nutzen: Morgens und vormittags möglichst viel natürliches Licht tanken.
- Ausgewogene Ernährung: Frische, saisonale Lebensmittel, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Mahlzeiten unterstützen den Stoffwechsel.
- Schlafrhythmus stabilisieren: Feste Schlafenszeiten helfen dem Körper, sich besser einzupendeln.

Nährstoffe und Pflanzenstoffe – Nicht nur im Frühjahr eine sinnvolle Ergänzung
In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, den Körper gezielt mit bestimmten Nährstoffen zu unterstützen. In Ihrer Apotheke beraten wir Sie dazu individuell und situationsbezogen.
Magnesium
Magnesium ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und kann zur normalen Muskelfunktion und zum Energiestoffwechsel beitragen. Ein ausgeglichener Magnesiumhaushalt kann unterstützend wirken, wenn Müdigkeit mit Muskelverspannungen oder Erschöpfung einhergeht.
Eisen
Eisen spielt eine wichtige Rolle beim Sauerstofftransport im Blut. Ein Mangel kann sich unter anderem durch Müdigkeit und Leistungsabfall äußern. Ob tatsächlich ein Eisenmangel vorliegt, sollte ärztlich abgeklärt werden. In der Apotheke kann eine begleitende Beratung erfolgen.
B-Vitamine
Die Gruppe der B-Vitamine ist wesentlich für den Energiestoffwechsel und die Funktion des Nervensystems. Eine ausreichende Versorgung kann helfen, den Körper in Phasen erhöhter Belastung zu unterstützen.
Was ist noch normal und wann sollte man genauer hinschauen?
Leichte Müdigkeit und Antriebslosigkeit zu Beginn des Frühlings sind in der Regel unbedenklich. Hält die Erschöpfung jedoch über mehrere Wochen an oder kommen weitere Beschwerden hinzu, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.
Das gilt insbesondere bei:
- ausgeprägter, zunehmender Müdigkeit
- starker Leistungsminderung
- Schwindel, Atemnot oder anhaltender Niedergeschlagenheit
Ihre Apotheke als Anlaufstelle im Frühling
Als Apothekenteam sind wir Ihre Anlaufstelle bei Fragen rund um Frühjahrsmüdigkeit. Wir helfen dabei, Symptome einzuordnen, geben praktische Tipps für den Alltag und beraten zu möglichen unterstützenden Maßnahmen. Dabei verstehen wir uns als Ergänzung zur ärztlichen Versorgung, mit dem Ziel, Sie gut informiert und sicher durch den Frühling zu begleiten.
Was ist Blutdruck eigentlich?
Der Blutdruck beschreibt den Druck, mit dem das Blut durch unsere Gefäße fließt. Er wird in zwei Werten angegeben: dem systolischen Wert, der beim Zusammenziehen des Herzens entsteht, und dem diastolischen Wert, der den Druck in der Entspannungsphase des Herzens misst.
Blutdruck ist kein fixer Wert. Er verändert im Laufe des Tages und ist zum Beispiel von Bewegung, Stress, Schlaf, Ernährung oder auch emotionalen Belastungen abhängig. Genau deshalb sind einzelne Messungen nur bedingt aussagekräftig. Erst regelmäßige Kontrollen ermöglichen eine verlässliche Einschätzung.
Warum ist ein gesunder Blutdruck so wichtig?
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck belastet Herz und Gefäße kontinuierlich. Die Gefäßwände verlieren an Elastizität, Organe wie Herz, Gehirn oder Nieren werden schlechter versorgt. Langfristig steigt dadurch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere Folgeerkrankungen deutlich an.
Das Tückische: Bluthochdruck verursacht meist keine Schmerzen. Viele Betroffene merken lange nichts davon. Umso wichtiger sind regelmäßige Messungen. Das gilt auch dann, wenn man sich subjektiv gesund fühlt.

Häufige Falschannahmen rund um den Blutdruck
Rund um den Blutdruck halten sich einige Irrtümer hartnäckig:
„Ich merke, wenn mein Blutdruck zu hoch ist.“
In den meisten Fällen verursacht Bluthochdruck keine spürbaren Symptome. Kopfschmerzen oder Schwindel treten oft erst spät auf oder haben ganz andere Ursachen.
„Nur ältere Menschen haben Bluthochdruck.“
Auch jüngere Erwachsene können betroffen sein. Bewegungsmangel, Stress oder unausgewogene Ernährung spielen dabei eine große Rolle.
„Ein einzelner hoher Messwert ist gleich gefährlich.“
Einzelne Ausreißer können durch Aufregung oder körperliche Anstrengung entstehen. Entscheidend ist der Durchschnitt mehrerer Messungen.
„Zu niedriger Blutdruck ist immer harmlos.“
Auch niedriger Blutdruck kann Beschwerden verursachen, etwa Schwindel oder Kreislaufprobleme, und sollte bei anhaltenden Symptomen abgeklärt werden.
Blutdruck richtig messen – Darauf kommt es an
Damit Blutdruckwerte aussagekräftig sind, sollte die Messung möglichst immer unter ähnlichen Bedingungen erfolgen. Folgende Punkte helfen dabei:
- Regelmäßig und zur gleichen Zeit messen: Ideal sind feste Tageszeiten, zum Beispiel morgens und abends.
- Immer am gleichen Arm messen: Fachleute empfehlen die Messung am Oberarm, da sie besonders verlässliche Werte liefert.
- Im Sitzen und in Ruhe messen: Vor der Messung einige Minuten ruhig sitzen. Körperliche Anstrengung vermeiden.
- Einflussfaktoren beachten:
In den 30 Minuten vor der Messung keinen Sport treiben, keinen Kaffee trinken und nicht rauchen. - Auf die richtige Position achten: Der Oberarm sollte sich während der Messung auf Herzhöhe befinden.
- Passende Manschette verwenden: Die Manschette muss gut sitzen, direkt auf der Haut anliegen und zur Armgröße passen. Kleidung unter der Manschette kann die Werte verfälschen.
- Während der Messung ruhig bleiben: Nicht sprechen und sich möglichst nicht bewegen.
- Mehrfach messen: Zwei bis drei Messungen hintereinander liefern ein verlässlicheres Ergebnis als ein einzelner Wert.
- Auf ein zuverlässiges Messgerät achten: Geprüfte Blutdruckmessgeräte tragen dazu bei, realistische und vergleichbare Werte zu erhalten. Dabei sind Oberarmmessgeräte in der Regel zuverlässiger als Handgelenksmessgeräte.

Blutdruckmessung: Zuhause und unter medizinischer Aufsicht
Eine regelmäßige Blutdruckkontrolle wird vor allem Menschen ab ca. 50 Jahren, Personen mit familiärer Vorbelastung, erhöhtem Stress, Übergewicht oder bekannten Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen. Auch bei bereits auffälligen oder schwankenden Werten kann eine regelmäßige Beobachtung sinnvoll sein.
Viele Menschen messen ihren Blutdruck zu Hause, um besser nachzuvollziehen, wie sich die Werte im Alltag entwickeln. Besonders aussagekräftig sind die Ergebnisse, wenn möglichst regelmäßig gemessen wird; also idealerweise zu ähnlichen Tageszeiten und unter vergleichbaren Bedingungen. Vor der Messung hilft es, einige Minuten ruhig zu sitzen und auf körperliche Anstrengung zu verzichten.
Ärztliche Messungen ermöglichen eine medizinische Einordnung der Werte, finden jedoch meist in größeren Abständen statt. Gerade wenn sich zu Hause gemessene Werte deutlich unterscheiden, stark schwanken oder Unsicherheit bei der Interpretation entsteht, ist es sinnvoll, diese Beobachtungen zu besprechen und fachlich abklären zu lassen.
Was beeinflusst den Blutdruck im Alltag?
Der Blutdruck wird stark durch den Lebensstil beeinflusst. Bewegungsmangel, salzreiche Ernährung, Übergewicht, Stress oder Schlafmangel können ihn erhöhen. Umgekehrt wirken sich regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und bewusste Erholung positiv aus.
Schon kleine Veränderungen können einen Unterschied machen. Tägliche Spaziergänge, regelmäßige Mahlzeiten oder bewusste Pausen im Alltag tragen dazu bei, den Blutdruck langfristig zu stabilisieren.

Wann sollten Blutdruckwerte ärztlich abgeklärt werden?
Bleiben Blutdruckwerte über einen längeren Zeitraum erhöht oder treten Beschwerden wie starke Kopfschmerzen, Brustschmerzen oder Atemnot auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch stark schwankende oder ungewöhnlich niedrige Werte sollten abgeklärt werden.
Regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam passende Maßnahmen zu setzen.
Wir sind für Sie da!
Als Apothekerinnen und Apotheker sind wir bei Fragen rund um die Gesundheit oft eine erste Anlaufstelle. Auch beim Thema Blutdruck unterstützen wir Sie mit fachlicher Beratung zu Blutdruckmessgeräten, helfen bei der Einordnung von Werten und geben praktische Tipps zur Förderung der Herzgesundheit im Alltag.
Warum sich der Rauchstopp in jedem Fall lohnt
Es ist nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Ganz im Gegenteil: Schon wenige Stunden nach der letzten Zigarette beginnt der Körper, sich zu regenerieren. Der Blutdruck sinkt, der Sauerstoffgehalt im Blut steigt, und die Lunge beginnt, sich zu erholen. Wer langfristig rauchfrei bleibt, senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Lungenkrebs und viele weitere gesundheitliche Probleme deutlich.
Auch Hautbild, Geschmackssinn und körperliche Leistungsfähigkeit verbessern sich. Zusätzlich profitieren nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihre Mitmenschen: Passivrauchen stellt gerade für Kinder und ältere Menschen eine erhebliche Belastung dar.

Die Sucht verstehen: Warum das Aufhören so schwerfällt
Rauchen ist mehr als eine bloße Gewohnheit. Es ist eine Sucht mit zwei Seiten. Auf der einen steht die körperliche Abhängigkeit vom Nikotin. Dieser Stoff wirkt direkt im Belohnungszentrum des Gehirns und sorgt dafür, dass sich Entzugssymptome wie Nervosität, Reizbarkeit oder Schlafprobleme bemerkbar machen, wenn er plötzlich fehlt.
Auf der anderen Seite spielen psychische Faktoren eine große Rolle: Für viele Raucher ist die Zigarette fest mit bestimmten Alltagssituationen verbunden, etwa der Kaffeepause, Stressmomenten oder sozialen Zusammenkünften. Diese Verknüpfungen zu lösen, braucht Zeit, Geduld und passende Strategien.
Erfolgreiche Methoden zur Raucherentwöhnung
Der Weg in ein rauchfreies Leben ist individuell. Ebenso wie die passende Methode zur Entwöhnung. Für viele ist eine Kombination verschiedener Ansätze am wirksamsten.
- Verhaltenstherapie und professionelle Begleitung
Gespräche mit speziell geschultem Fachpersonal oder der Besuch eines Raucherentwöhnungskurses helfen, Muster zu erkennen und zu durchbrechen. Auch Online-Programme und Selbsthilfegruppen können motivieren. - Nikotinersatzpräparate
Nikotinpflaster, Kaugummis, Lutschtabletten oder Sprays versorgen den Körper weiterhin mit Nikotin, jedoch ohne die schädlichen Verbrennungsstoffe. Sie erleichtern den Übergang und mildern Entzugserscheinungen. - Medikamente zur Unterstützung
Es gibt rezeptpflichtige Medikamente, die den Suchtdruck reduzieren und helfen, rauchfrei zu bleiben. Die Entscheidung für ein solches Präparat sollte immer ärztlich begleitet werden. - Digitale Angebote
Apps zur Rauchentwöhnung können helfen, den Fortschritt zu dokumentieren, Motivation aufrechtzuerhalten und Erinnerungen für kritische Situationen einzubauen. - Alternative Methoden
Akupunktur, Hypnose oder spezielle Atemtechniken. Auch unkonventionellere Wege können für manche hilfreich sein, sollten aber idealerweise mit medizinischer Beratung kombiniert werden.
Tipps für den Alltag: So bleiben Sie dran
Der Entschluss aufzuhören ist ein erster wichtiger Schritt. Doch wie gelingt es, langfristig durchzuhalten?
- Strukturen schaffen: Feste Tagesabläufe helfen, typische Rauch-Situationen zu erkennen und zu verändern.
- Belohnung statt Verzicht: Kleine Belohnungen für erreichte Zwischenziele motivieren und lenken den Fokus auf das Positive.
- Stress anders begegnen: Bewegung, Atemübungen oder kurze Pausen im Alltag können helfen, Spannungen abzubauen, ohne zur Zigarette zu greifen.
- Nicht entmutigen lassen: Rückfälle können passieren. Entscheidend ist, wieder aufzustehen und weiterzumachen. Auch hier bietet die Apotheke hilfreiche Begleitung.
Rauchfrei leben mit professioneller Unterstützung aus Ihrer Apotheke
Das Rauchen aufzugeben ist eine Herausforderung. Aber eine, die sich in jeder Hinsicht lohnt: Für die Gesundheit, das Wohlbefinden und das persönliche Umfeld. Es gibt viele Wege in die Rauchfreiheit, und niemand muss diesen Weg allein gehen.
Ihre Apotheke begleitet Sie auf diesem Weg mit kompetenter Beratung, passenden Produkten und einem offenen Ohr für Ihre Fragen. Das Team vor Ort hilft dabei, die passende Methode zu finden, berät zu den unterschiedlichen Produkten zur Nikotinersatztherapie und gibt praktische Tipps zur Anwendung. Nutzen Sie dieses Angebot für einen erfolgreichen Neustart in ein rauchfreies Leben.
Darum ist Magnesium für den Körper so wichtig
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt ist. Er trägt zur normalen Funktion von Muskeln und Nerven bei, unterstützt den Energiestoffwechsel, stärkt die Knochen und reguliert den Elektrolythaushalt. Auch bei der Reizweiterleitung im Nervensystem und der Herzfunktion spielt Magnesium eine zentrale Rolle.
Der Körper kann Magnesium nicht selbst herstellen, ist also auf eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung angewiesen. Wird über längere Zeit zu wenig aufgenommen, können sich nach und nach Beschwerden entwickeln.
Typische Anzeichen für Magnesiummangel
Ein Magnesiummangel zeigt sich oft schleichend und mit unspezifischen Symptomen. Häufige Anzeichen sind:
- Muskelkrämpfe, insbesondere in den Waden
- Zittern oder Zuckungen
- Nervosität oder Reizbarkeit
- Müdigkeit und Konzentrationsprobleme
- Kopfschmerzen oder Migräneanfälle
- Herzrhythmusstörungen oder Herzstolpern
Diese Symptome können auch andere Ursachen haben. Deshalb ist bei anhaltenden Beschwerden eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Erhöhter Bedarf: Wer besonders auf eine gute Versorgung achten sollte
Nicht nur sportlich aktive Menschen verlieren durch das Schwitzen vermehrt Magnesium. Auch andere Lebensphasen und Belastungssituationen können den Bedarf erhöhen. Dazu zählen unter anderem:
- Schwangere und Stillende, deren Körper mehr Magnesium für das wachsende Kind benötigt.
- Ältere Menschen, bei denen die Aufnahme über den Darm oft reduziert ist.
- Menschen mit chronischem Stress, da Stresshormone den Magnesiumspiegel senken können.
- Diabetiker, weil bei einem schlecht eingestellten Blutzucker mehr Magnesium über die Nieren ausgeschieden wird.
- Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie, die die Aufnahme beeinträchtigen.
- Menschen, die regelmäßig entwässernde Medikamente oder Protonenpumpenhemmer einnehmen, da diese den Magnesiumverlust fördern können.
Auch wer sich sehr einseitig oder stark verarbeitet ernährt, viel Alkohol oder Kaffee trinkt, sollte auf eine ausreichende Zufuhr achten.
Gute Magnesiumquellen in der Ernährung
Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich der tägliche Magnesiumbedarf in vielen Fällen gut decken. Besonders reich an Magnesium sind:
- Vollkornprodukte wie Haferflocken oder Naturreis
- Nüsse und Samen, z. B. Mandeln, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne
- Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen
- Grünes Blattgemüse wie Spinat
- Bananen, Avocados oder Beeren
- Mineralwasser mit einem Magnesiumgehalt von über 100 mg/l
Tipp für den Alltag: Haferflocken mit Nüssen und Obst zum Frühstück, ein Linsensalat zum Mittag oder ein Magnesiumreiches Mineralwasser über den Tag verteilt helfen, die Speicher aufzufüllen. Da beim Kochen ein Teil des Magnesiums ins Wasser übergeht, ist schonendes Garen oder das Mitverwenden des Kochwassers empfehlenswert.

Wann ist Magnesium als Nahrungsergänzung sinnvoll und welches Präparat passt?
Nicht jeder braucht automatisch Magnesium als Nahrungsergänzung. Wer sich ausgewogen ernährt, viel frisches Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte isst, kann seinen Bedarf meist gut decken. Doch es gibt Situationen, in denen eine gezielte Zufuhr sinnvoll ist, zum Beispiel bei Muskelkrämpfen, starker körperlicher Belastung, anhaltendem Stress oder bestimmten Vorerkrankungen.
Die empfohlene Tagesmenge für Erwachsene liegt bei etwa 300–350 mg Magnesium. In besonderen Lebensphasen, etwa bei hoher körperlicher Belastung durch Sport, in der Schwangerschaft oder im höheren Alter kann der Bedarf leicht steigen. Wichtig ist dabei nicht nur die Menge, sondern auch die richtige Form:
- Bei Muskelkrämpfen, hoher sportlicher Belastung, Stress und Müdigkeit hat sich Magnesiumcitrat bewährt. Es wird gut aufgenommen und wirkt schnell.
- Bei innerer Unruhe oder Schlafproblemen ist Magnesiumglycinat besonders verträglich und wirkt zusätzlich beruhigend.
- Bei träger Verdauung kann Magnesiumoxid mit seinem leicht abführenden Effekt helfen.
Lassen Sie sich im Zweifel in Ihrer Apotheke beraten. Dort wird gemeinsam mit Ihnen das passende Präparat ausgewählt. Denn nicht jede Form ist für jede Person gleichermaßen geeignet.
Gut versorgt mit wichtigen Mineralstoffen aus Ihrer Apotheke
Magnesium ist nicht nur für Sportler wichtig, sondern für alle, die gesund und vital durch den Alltag gehen möchten. Wer auf eine magnesiumreiche Ernährung achtet und bei Bedarf gezielt ergänzt, kann aktiv etwas für sein Wohlbefinden tun.
In Ihrer Apotheke erhalten Sie nicht nur hochwertige Magnesium Präparate, sondern auch individuelle Beratung, um Ihre Versorgung ganz nach Lebenssituation, Alter und gesundheitlichen Bedürfnissen optimal abzustimmen.
Warum husten wir eigentlich?
Mit der dunkleren Jahreszeit erreicht uns verlässlich auch die jährliche Welle an Erkältungsviren.
Manchmal ist es nur ein kleines Räuspern, das schnell wieder vergeht. Aber Husten kann sich auch hartnäckig halten und uns tage- oder gar wochenlang begleiten.
Eigentlich ist der Husten ja „nur“ ein Reflex, ein Schutzsystem des Körpers. Durch Staub, Rauch, Bakterien, Viren oder trockene Heizungsluft ausgelöst dient er dazu, die Atemwege sauber halten. Wenn dieses Reizgefühl allerdings chronisch auftritt, leiden unser Alltag und auch unser Wohlbefinden stark darunter.
Vielfältige Ursachen
Erkältung und grippale Infekte: Die häufigste Ursache für Husten sind Infekte. Viren wie Rhino- oder Coronaviren reizen die Schleimhäute und führen zu einer Entzündung, die uns zum Husten bringt.
Allergien: Allergien gegen Pollen, Staub oder Tierhaare können ebenfalls zu trockenem oder chronischem Husten führen.
Umwelteinflüsse: Luftverschmutzung, Rauch oder starke Gerüche können die Atemwege reizen und das Husten auslösen.
Chronische Erkrankungen: In manchen Fällen kann Husten auf chronische Erkrankungen wie Asthma oder COPD hinweisen, vor allem, wenn er lange anhält.

Behandlung mit Hausmitteln
Nicht jeder Husten muss gleich mit Medikamenten behandelt werden. Oft helfen einfache Hausmittel, die Symptome zu lindern und den Husten zu beruhigen. Hier einige bewährte Tipps:
Viel trinken und inhalieren
Wenn Ihr Husten trocken und ohne Schleimproduktion ist, hilft es, viel zu trinken und den Rachen feucht zu halten. Das gelingt zum Beispiel durch Inhalieren oder mit Hilfe von entsprechenden Hustenbonbons. Ein Dampfbad mit Kamille oder Salz kann helfen, die Atemwege zu befeuchten und so den Hustenreiz zu lindern. Hält er weiter an, empfehlen wir Präparate mit Isländisch Moos, Honig oder Efeu. Sie finden diese in Ihrer Apotheke, zum Beispiel in Form von Säften oder Lutschtabletten.
Omas Rezepte
Ein Teelöffel Honig hilft bei trockenem Husten und beruhigt die gereizten Schleimhäute. Besonders wirksam ist er vor dem Schlafengehen. Auch ein frischer Ingwertee mit etwas Zitrone und Honig kann Wunder wirken. Ingwer enthält entzündungshemmende Stoffe und wärmt den Körper von innen. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht weniger wirksam ist Zwiebelsaft. Die Zwiebel wirkt antibakteriell und hilft, den Schleim zu lösen.
Hilfe aus der Apotheke
Wenn Hausmittel nicht mehr ausreichen und der Husten hartnäckig bleibt, ist die Apotheke die erste Adresse für kompetente Hilfe. Das geschulte Fachpersonal berät Sie dort individuell und umfassend, um die passende Lösung zu finden.
Hustenblocker und andere Mittel
Eine Möglichkeit, den störenden Husten zu unterdrücken, sind Arzneimittel, die das Hustenzentrum im Gehirn blockieren. Dazu zählen Präparate mit dem Wirkstoff Dextromethorphan, die ohne Rezept in Apotheken erhältlich sind. Dextromethorphan hemmt den Hustenreflex über das zentrale Nervensystem. Es eignet sich sehr gut zur kurzzeitigen Anwendung (einige Tage), solange noch kein Schleim abgehustet wird. Bei einer gleichzeitigen Einnahme von Schleimlösern besteht die Gefahr eines Sekretstaus.
Wirkung und Einnahme
Achten Sie darauf, dass die Mittel zuckerfrei sind, v. a. wenn Sie sie abends vor dem Schlafengehen einnehmen! Hustenlöser und schleimverdünnende Arzneien wirken übrigens erst dann, wenn Sie schon eigenständig Schleim abhusten können! Bis Sie so weit sind, helfen ätherische Öle wie Thymian, Myrte, Kampfer und Menthol dabei, die Bronchien zu befreien.
Diese Produkte finden Sie in Ihrer Apotheke – ebenso wie fachliche Unterstützung bei der Wahl zwischen Hustensäften, Lutschtabletten und Inhalationslösungen. Auch für Menschen mit empfindlichen Atemwegen und chronischem Husten haben Apotheker:innen praktische Tipps und wertvolle Informationen bereit.

Vorbeugung – Wie Sie sich vor Husten schützen
Am allerbesten ist es natürlich, wenn es gar nicht zu einer Erkältung kommt! Wir verraten Ihnen hier einige einfache Maßnahmen, mit denen Sie das Risiko, an Husten zu erkranken, reduzieren können:
1. Hände regelmäßig waschen: Viele Erkältungsviren verbreiten sich durch direkten Kontakt. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife ist daher eine der besten Schutzmaßnahmen.
2. Warme Kleidung tragen: Es klingt simpel, aber oft sind kalte Füße oder ein kühler Hals der Anfang einer Erkältung. Achten Sie darauf, sich ausreichend warm anzuziehen! Besonders Hals und Brust sollten in der kalten Luft gut geschützt sein.
3. Raumluft feucht halten: Trockene Heizungsluft reizt die Schleimhäute und macht sie anfälliger für Viren. Luftbefeuchter oder das Aufhängen feuchter Tücher helfen, die Raumluft angenehmer zu machen.
4. Regelmäßig lüften: Um die Luftqualität zu verbessern und Viren hinauszulassen, ist es wichtig, mehrmals täglich kurz zu lüften – idealerweise mittels Stoßlüften.
5. Immunsystem stärken: Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft stärken das Immunsystem und machen uns widerstandsfähiger gegen Erkältungsviren. Vitaminreiche Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Beeren und grünes Gemüse unterstützen dabei die Abwehrkräfte.
6. Stress reduzieren: Chronischer Stress kann das Immunsystem schwächen. Gönnen Sie sich regelmäßige Ruhepausen und Entspannungsmomente, um fit und gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen!
Was Sie darüber hinaus tun können, um Ihr Immunsystem zu stärken und dem Winter gelassen entgegenzusehen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag: So stärken Sie Ihr Immunsystem
Wann ist ein Arztbesuch sinnvoll?
Auch wenn Husten häufig harmlos ist, gibt es Situationen, in denen Sie besser Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt aufsuchen. Das gilt vor allem dann, wenn der Husten über drei Wochen anhält. Chronischer Husten kann nämlich auf Erkrankungen wie Bronchitis oder Asthma hinweisen.
Wenn Husten und Fieber gleichzeitig auftreten und mit starken Schmerzen verbunden sind, kann das ein Hinweis auf eine ernsthaftere Infektion wie eine Lungenentzündung sein. Sehr selten kommt es vor, dass Blut im Auswurf enthalten ist. Das muss immer ärztlich abgeklärt werden.
Wir sind für Sie da!
Apotheken sind oft die erste Anlaufstelle bei kleineren gesundheitlichen Beschwerden. Und speziell bei Husten können wir Ihnen mit fachlicher Beratung, gezielten Empfehlungen und wirksamen Präparaten helfen. Sehr gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen Sie dabei, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Entspannt durch die kalte Jahreszeit
Eine Schwangerschaft im Winter bringt viele positive Seiten mit sich: Die kühleren Temperaturen werden oft als angenehmer empfunden als sommerliche Hitze, der Alltag wird ruhiger und es bleibt mehr Raum für Selbstfürsorge.
Gleichzeitig stellt die kalte Jahreszeit den Körper vor neue Anforderungen. Mit der richtigen Vorbereitung und guter Beratung lässt sich diese besondere Zeit jedoch rundum genießen.
Die Vorteile einer Winterschwangerschaft
Die kalte Jahreszeit bringt nicht nur Schnee und Stille, sondern auch ideale Bedingungen für viele werdende Mütter mit sich. Denn abseits von sommerlicher Hitze, Pollenflug und überfüllten Terminkalendern bietet der Winter Raum für Ruhe, Erholung und andere Vorteile.
Mehr Ruhe, weniger Termine
Die dunklen Abende und das reduzierte Freizeitprogramm bieten Raum für Rückzug und Entspannung. Perfekt, um Kraft für die bevorstehende Geburt zu sammeln.
Weniger Hitze, mehr Wohlbefinden
Während sommerliche Temperaturen oft zu Müdigkeit und Unwohlsein führen, fühlen sich viele Schwangere im Winter körperlich ausgeglichener.
Bequeme Kleidung ohne Stilstress
Kuschelige Strickjacken, Lagenlook und weiche Materialien bieten im Winter nicht nur Komfort, sondern kaschieren auch sanft wachsende Rundungen.
Idealer Zeitpunkt für die Geburt
Kommt das Baby im Frühling oder Sommer zur Welt, stehen die ersten Wochen unter einem guten Stern: längere Tage, mehr Licht und mildes Wetter machen den Start ins Familienleben leichter.

Was im Winter besondere Aufmerksamkeit braucht
So gemütlich die Winterzeit auch sein kann, einige Aspekte erfordern in der Schwangerschaft besondere Beachtung.
Vitamin-D-Mangel und Winterblues
Weniger Sonnenlicht bedeutet auch weniger körpereigene Vitamin-D-Produktion. Dabei ist dieses Vitamin entscheidend für die Knochenentwicklung des Babys und für das Wohlbefinden der Mutter. Viele Schwangere haben in den dunklen Monaten mit Antriebslosigkeit oder gedrückter Stimmung zu kämpfen.
Lassen Sie daher Ihren Vitamin-D-Spiegel regelmäßig kontrollieren. Nahrungsergänzungsmittel, Tageslichtlampen oder stimmungsaufhellende Tees können helfen. In Ihrer Apotheke erhalten Sie eine fachkundige Beratung.
Erkältungen & Grippe: Vorbeugung ist das A und O
Schwangere sind anfälliger für Infekte und sollten sich deshalb besonders gut schützen. Diese Maßnahmen helfen Ihnen, auch im Winter gesund zu bleiben:
- Regelmäßig Hände waschen
- Räume regelmäßig lüften
- Spaziergänge an der frischen Luft
- Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung
- Bei Grippe: Impfstatus prüfen und gegebenenfalls impfen lassen (nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt)
Die Grippeimpfung ist ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. Auch eine Keuchhusten-Impfung kann sinnvoll sein, um das Neugeborene zu schützen.
Trockene Haut & Schleimhäute
Heizungsluft und Kälte setzen der Haut zu. Schwangere spüren das oft besonders deutlich.
Was hilft:
- Viel trinken (am besten Wasser und ungesüßte Tees)
- Raumluft befeuchten
- Milde Pflegeprodukte aus der Apotheke verwenden
- Auf stark parfümierte Kosmetik verzichten
Bewegung, Ernährung & Wohlbefinden im Winter
Auch wenn es draußen kalt ist und man sich lieber aufs Sofa kuscheln möchte: Gerade in der Schwangerschaft lohnt es sich, aktiv zu bleiben und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Beides trägt dazu bei, sich körperlich fit und seelisch ausgeglichen zu fühlen. Und das Beste: Schon kleine Alltagsgewohnheiten können einen großen Unterschied machen.
Aktiv bleiben – angepasst an die Jahreszeit
Regelmäßige Bewegung unterstützt Kreislauf, Muskulatur und das allgemeine Wohlbefinden, auch im Winter. Empfehlenswert sind:
- Spaziergänge an der frischen Luft
- Schwimmen im Hallenbad
- Schwangerschaftsyoga oder sanfte Gymnastik
Von Wintersportarten mit Sturzrisiko (z. B. Skifahren, Snowboarden) sollten Sie unbedingt absehen. Auch beim Schlittschuhlaufen und Langlaufen ist Vorsicht geboten. Idealerweise halten Sie davor Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal.
Ausgewogen essen – dem Körper das Richtige geben
Gerade in der kalten Jahreszeit sind deftige Speisen verlockend. Für eine gesunde Entwicklung des Babys ist jedoch eine nährstoffreiche Ernährung entscheidend:
- Viel frisches Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchte
- Hochwertige Eiweißquellen (z. B. Fisch, Milchprodukte, Eier)
- Ausreichend Flüssigkeit (Wasser, ungesüßte Tees)
- Verzicht auf Rohmilchprodukte, rohes Fleisch, rohen Fisch
- Vorsicht bei bestimmten fetten Fischen (z. B. Thunfisch, Heilbutt)
In Ihrer Apotheke erhalten Sie speziell für Schwangere entwickelte Nahrungsergänzungsmittel, individuell abgestimmt auf Ihren Bedarf an Folsäure, Eisen, Jod und anderen wichtigen Mikronährstoffen.
Wohlfühlmomente bewusst gestalten
Ein warmes Bad oder eine Tasse Tee können entspannend wirken, sofern einige Punkte beachtet werden:
- Wassertemperatur max. 37 °C
- Badezeit auf ca. 10 Minuten begrenzen
- Saunabesuche im ersten Trimester vermeiden
- Danach nur in Absprache mit medizinischem Fachpersonal und mit Maß
Pflegende Öle, entspannende Tees oder Lotionen für sensible Haut erhalten Sie in Ihrer Apotheke für mehr Wohlbefinden und sanfte Verwöhnmomente im Alltag.

Gut versorgt durch die Wintermonate - Ihre Apotheke begleitet Sie durch die ganze Schwangerschaft
Auch in der kalten Jahreszeit lässt sich eine Schwangerschaft mit Achtsamkeit und Unterstützung rundum genießen. In Ihrer Apotheke finden Sie passende Produkte für diese besondere Zeit, etwa hochwertige Schwangerschaftsvitamine mit Folsäure, Eisen, Jod und Omega-3, Pflegeprodukte für empfindliche oder trockene Haut, stärkende Kräutertees speziell für Schwangere, sanfte Mittel gegen Übelkeit oder Erkältungsbeschwerden sowie wohltuende Badezusätze und Öle.
Lassen Sie sich auch zu Impfungen oder Nahrungsergänzungen individuell beraten. Ihr lokales Apothekenteam hat ein offenes Ohr für Ihre Fragen und begleitet Sie fachkundig durch die Wintermonate und darüber hinaus.
Das Ohr – Klangfänger und Wächter des Gleichgewichts
Das Ohr ist ein faszinierendes Organ – fein abgestimmt, um die Welt der Klänge in all ihrer Vielfalt aufzunehmen. Doch gerade diese Sensibilität macht es auch anfällig für Schmerzen, die plötzlich und ohne Vorwarnung auftreten können. Ein leichter Druck, ein stechender Schmerz oder ein dumpfes Pochen sind unangenehme Symptome dafür, dass das komplexe System aus Ohrtrompete, Trommelfell, Gehörknöchelchen und Gehörschnecke gestört ist.
Ohrenalarm: Gründe und Strategien zur Linderung
Die Ursachen für Ohrenschmerzen können vielfältig sein und von einer Mittelohrentzündung bis hin zu Zahnproblemen reichen. Dementsprechend sind auch die Therapien unterschiedlich. Mit einer frühzeitigen Diagnose und einer gezielten Behandlung können Sie Komplikationen wie dauerhafte Hörschäden vermeiden.
Mittelohrentzündung
Eine Mittelohrentzündung, auch Otitis media genannt, wird meist durch Bakterien oder Viren verursacht. Sie tritt häufig bei Kindern auf, kann aber auch Erwachsene betreffen. Zu den typischen Symptomen gehören Ohrenschmerzen, Fieber, Hörprobleme, Reizbarkeit (insbesondere bei Kleinkindern) und Ausfluss aus dem Ohr.
Behandlung einer akuten Mittelohrentzündung
Die Behandlung einer akuten Mittelohrentzündung zielt darauf ab, die Infektion zu bekämpfen und Schmerzen zu lindern. Medikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol werden oft zur Schmerzlinderung und Fiebersenkung eingesetzt. Im Falle einer bakteriellen Infektion (z. B. Streptokokken oder Haemophilus influenzae) kommen Antibiotika wie Amoxicillin zum Zug. Bei unkomplizierten Fällen wird allerdings häufig erst abgewartet, ob sich die Symptome innerhalb von 48 bis 72 Stunden von selbst verbessern (abwartende Haltung).
Zusätzlich helfen abschwellende Nasensprays, den Druck im Mittelohr zu senken und die Belüftung des Ohrs zu verbessern. Auch Wärme tut gut: Wärmeauflagen oder Rotlichtlampen lindern Schmerzen und unterstützen die Heilung.
Nur in schweren Fällen, bei denen sich Flüssigkeit hinter dem Trommelfell ansammelt, muss das Trommelfell punktiert werden (Parazentese), um den Druck zu entlasten und Sekret abfließen zu lassen.
Therapien bei chronischer Mittelohrentzündung
Eine chronische Mittelohrentzündung ist oft das Ergebnis einer unzureichend behandelten akuten Mittelohrentzündung oder wiederkehrender Infektionen. Sie kann zu dauerhaften Schäden am Mittelohr führen, und die Behandlung ist langfristiger und intensiver:
Medikamentöse Behandlung
Diese geschieht mit langfristigen Antibiotika-Gaben, entweder oral oder lokal als Ohrentropfen. Bei starkem Entzündungsprozess können auch Kortikosteroide eingesetzt werden.
Operative Eingriffe
Zur Belüftung des Mittelohrs und Verhinderung von Flüssigkeitsansammlungen kann ein kleiner Schnitt ins Trommelfell (Myringotomie) gemacht werden. Oft wird ein Paukenröhrchen eingesetzt, um eine langfristige Belüftung zu ermöglichen. Sind Mittelohr oder Trommelfell bereits dauerhaft geschädigt, dann ist meist eine Operation notwendig, um das Trommelfell zu reparieren und die Belüftung des Ohrs zu verbessern.
Nicht zuletzt hilft eine regelmäßige ärztliche Reinigung des Ohrs, erneute Sekretansammlungen zu vermeiden.
Gehörgangsentzündung
Sie ist auch als Otitis externa bekannt und bezeichnet eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Häufige Ursache dafür ist eine Infektion durch Pilze oder Bakterien – zum Beispiel nach dem Schwimmen, wenn Feuchtigkeit die Haut im Gehörgang aufweicht und anfälliger macht.
Manchmal entzünden sich der Gehörgang und sogar das Trommelfell, weil sie durch das Einführen von Gegenständen (z. B. Wattestäbchen) verletzt worden sind. Und auch Allergien als Reaktionen auf bestimmte Substanzen können eine Entzündung auslösen.
Häufige Symptome einer Gehörgangsentzündung sind Juckreiz, Schmerzen oder Druckgefühl, eine Rötung und Schwellung im äußeren Ohr, Schuppen und Ausfluss aus dem Ohr (manchmal eitrig) oder sogar ein vermindertes Hörvermögen.
Das können Sie dagegen tun
Eine gründliche Reinigung des Gehörgangs durch eine Ärztin oder einen Arzt ist oft der erste Schritt. Dabei werden Sekrete und Ablagerungen entfernt, die die Entzündung verschlimmern könnten, und damit die Wirkung von Medikamenten verbessert. Das sind z. B. antibiotische Ohrentropfen mit Neomycin, Polymyxin B oder Kortikosteroiden.
Auch Tropfen, die Essigsäure oder Aluminiumacetat enthalten, werden verschrieben, weil sie ein saures Milieu im Gehörgang schaffen, welches das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmt. Bei einer durch Pilze verursachten Gehörgangsentzündung stehen Ihnen auch antimykotische Tropfen (z.B. Clotrimazol) zur Verfügung.
Darüber hinaus können Sie Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol zur Linderung von Schmerzen und zur Fiebersenkung einsetzen und – so wie bei einer Mittelohrentzündung – die Heilung mit Rotlicht oder Wärmeauflagen fördern.
Eine allergische Therapie (z.B. durch Antihistaminika oder lokale Kortikosteroide) ist dann hilfreich, wenn die chronische Entzündung durch allergische Reaktionen ausgelöst wurde. Und in schweren Fällen können HNO-Ärzt:innen auch eine Tamponade in den Gehörgang legen, die mit Medikamenten (z.B. Antibiotika und Kortikosteroiden) getränkt ist.
Barotrauma
Darunter versteht man eine Verletzung, die durch plötzliche Veränderungen des Umgebungsdrucks verursacht wird, insbesondere im Mittelohr oder in den Lungen. Sie tritt häufig beim Fliegen oder Tauchen auf, wenn sich der Druck im Außenbereich schnell ändert, manchmal auch im Zuge einer Erkältung.
Im Mittelohr kann ein Barotrauma zu Schmerzen, Ohrgeräuschen, Hörverlust und manchmal zu Schwindel führen, wenn der Druck im Ohr nicht schnell genug ausgeglichen wird.
Therapiemöglichkeiten
Bei einem leichten Barotrauma helfen meist einfache Druckausgleichstechniken: Atmen Sie sanft gegen die zugehaltene Nase aus, kauen oder gähnen Sie! Auch abschwellende Nasensprays fördern den Druckausgleich und Paracetamol oder Ibuprofen lindern die Schmerzen. Im Falle eines Trommelfellrisses werden Ihnen Antibiotika und Kortikosteroide verschrieben, um Infektionen zu vermeiden und Entzündungen zu reduzieren.
Ist der Druck sehr stark, kann durch eine Punktion des Trommelfells Flüssigkeit abgelassen werden. Und wenn Trommelfellrisse nicht von selbst heilen, ist meist eine Tympanoplastik (Trommelfell-Reparatur) nötig.
Mandelentzündung
Die Nerven, die die Mandeln und das Ohr versorgen, sind miteinander verbunden. Daher können Schluckbeschwerden und Halsschmerzen, die mit einer Mandelentzündung (Tonsillitis) einhergehen, in die Ohren ausstrahlen.
Entzündungen oder Schwellungen in den Mandeln beeinträchtigen aber auch den Bereich des Rachens und der Eustachischen Röhre und sorgen manchmal für Druck- und Schmerzempfindungen im Ohr. Selten, aber doch breiten sich Mandelentzündungen auf das
Mittelohr aus und verursachen so zusätzliche Schmerzen.
So wird sie behandelt
Um eine zugrundeliegende Entzündung der Mandeln zu behandeln, stehen Antibiotika (bei einer bakteriellen Entzündung) sowie Mittel zur Schmerzlinderung und Fiebersenkung zur Verfügung. Viel Flüssigkeit und Ruhe unterstützen den Heilungseffekt ebenso wie das Gurgeln mit Salzwasser, warme Tees oder Halswickel zur Linderung der Symptome.
Bei wiederkehrenden oder chronischen Entzündungen ist eine chirurgische Entfernung der Mandeln (Tonsillektomie) notwendig.
Ohrenschmerzen: Was sonst noch dahinterstecken könnte
Abgesehen von diesen häufigsten Gründen können Ohrenschmerzen auch eine Reihe weiterer Ursachen zugrunde liegen. Eine Auswahl davon zeigt Ihnen die folgende Aufzählung:
- Zahn- oder Kieferprobleme: Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers, verspannte Kaumuskeln oder Zähneknirschen, Zahninfektionen oder eine schlechte Bisslage können Beschwerden im Ohr verursachen, weil das Kiefergelenk in der Nähe des Ohrs liegt. Dabei können Symptome wie Druckgefühl im Ohr, Schmerzen, Schwindel und Gleichgewichtsstörungen und sogar Tinnitus auftreten.
- HWS-Syndrom: Die Nerven und Muskeln im Nacken- und Schulterbereich sind eng mit den Strukturen des Kopfes und der Ohren verbunden. Deshalb können Probleme im Bereich der Halswirbelsäule aufgrund von Nervenreizungen, Verspannungen und Durchblutungsstörungen Ohrenschmerzen hervorrufen.
- Ohrverletzungen durch einen Unfall oder Schlag
- Entzündungen im Bereich der Ohrmuschel, zum Beispiel durch ein infiziertes Piercing
- Erkrankungen im Ohrbereich wie Gürtelrose oder Tumore

So beugen Sie Ohrenschmerzen vor
Richtige Ohrenpflege
Seien Sie sanft zu Ihren Ohren: Reinigen Sie den äußeren Gehörgang nur mit einem feuchten Tuch oder dem Finger! Vermeiden Sie Wattestäbchen, um Verletzungen und Entzündungen des Gehörgangs zu verhindern! Behandeln Sie Jucken, Schmerzen oder verstopften Ohren nicht selbst, sondern suchen Sie eine Ärztin oder einen Arzt auf!
Risikofaktoren vermeiden
- Verwenden Sie beim Schwimmen oder Duschen Ohrstöpsel, wenn Sie für Infektionen anfällig sind, damit kein Wasser in den Gehörgang eindringen kann!
- Stellen Sie das Gleichgewicht des pH-Werts im Gehörgang mithilfe spezieller Tropfen wieder her!
- Sorgen Sie bei Kälte dafür, dass Ihre Ohren geschützt sind!
- Unterstützen Sie den Druckausgleich beim Fliegen oder Tauchen durch abschwellende Nasen- und Ohrensprays!
- Praktizieren Sie Druckausgleichstechniken bei Anflug und Landung bzw. steigen Sie beim Tauchen langsam auf und ab!
Umgang mit Ohrenschmalz
Ohrenschmalz hat eine Schutzfunktion und sollte nur entfernt werden, wenn es übermäßig vorhanden ist. Verwenden Sie v. a. keine Wattestäbchen, weil diese das Ohrenschmalz tiefer schieben und den Gehörgang reizen können.
Immunsystem stärken
Maßnahmen zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte sind immer eine gute Idee. Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier: https://deine-apotheke.tirol/so-staerken-sie-ihr-immunsystem
Ohrenschmerzen ernst nehmen!
Wir wünschen Ihnen selbstverständlich, dass Sie – wenn überhaupt – nur unter leichten Ohrenschmerzen leiden, die mit etwas Ruhe und dem Auflegen eines Zwiebel-Säckchens bald wieder verschwinden.
Sollte die Erkrankung jedoch hartnäckiger sein, nehmen Sie sie bitte nicht auf die leichte Schulter! Nach ärztlicher Abklärung finden Sie in Ihrer Apotheke alles, was Sie zur Behandlung von Ohrenschmerzen benötigen – vom Schmerzmittel über rezeptfreie Tropfen bis hin zu Ohrstöpseln, fachliche Beratung inklusive.
Vor allem bei Kindern ist eine altersgerechte Dosierung von Tropfen und Sprays wichtig. Ebenso die Dauer der Anwendung, um eine Gewöhnung oder sogar Abhängigkeit zu vermeiden. Auch mögliche Gegenanzeigen oder Wechselwirkungen müssen ausgeschlossen werden.
Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker kennt sich damit bestens aus – Sie sind also auf der sicheren Seite, wenn Sie Medikamente oder Pflegeprodukte in Ihrer Apotheke ums Eck besorgen.
