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Fiebermessen – aber richtig!

Die COVID-Pandemie hat einem altbekannten, aber eher unscheinbaren medizinischen Gerät einen überraschenden Höhenflug beschert. Das gute alte Fieberthermometer war dieses Jahr im Großeinsatz – vor allem als digitales Stirnthermometer. Nicht immer ist diese Ausführung aber auch die beste. Lesen Sie hier, welche Messgeräte wann eingesetzt werden und wie genau sie arbeiten.

Vielfalt an Geräten und Methoden

Die gängigsten Produkte sind das Glas- und das Digitalthermometer. Beide sind preiswert und messen sehr genau, sie unterscheiden sich aber trotzdem.

Das Glasthermometer

Dieses Messgerät ist vor allem für Menschen mit Geduld gedacht, weil es einige Minuten dauert, bis ein aussagekräftiges Ergebnis vorliegt. Außerdem ist Glas zerbrechlich und sollte – vor allem bei der Behandlung von Kindern – vorsichtig gehandhabt werden. Dafür muss man keine Angst mehr vor giftigem Quecksilber haben: Die modernen Thermometer enthalten andere, unschädliche Stoffe. Und noch ein Tipp: Wenn man das Thermometer in den Kühlschrank legt, muss man es nicht mühsam herunterschütteln – auch das kann nämlich ganz schön lange dauern.

Das Digitalthermometer

Es zeigt die Körpertemperatur bereits nach einer Minute an und kann auch nicht zerbrechen bzw. zerbissen werden.

Mund, Achselhöhle oder Po?

Ab dem 6. Lebensjahr misst man die Temperatur meist im Mund oder unter der Achsel. Bei der oralen Messung legt man das Thermometer unter die Zunge und schließt die Lippen. Das Messergebnis liegt dabei allerdings ungefähr 0,5 °C unter dem tatsächlichen Wert. Das gleiche gilt für die Messung in der Achselhöhle. Hier sollte man zusätzlich darauf achten, dass das Thermometer nicht verrutscht.

Eher unangenehm empfinden die meisten Menschen eine rektale Fiebermessung. Für Kleinkinder bis zu drei Jahren ist sie aber die empfehlenswerteste Methode. Dabei wird das Thermometer mit Vaseline oder einer Creme eingefettet und ein bis zwei Zentimeter in den After eingeführt. Der gemessene Wert entspricht fast genau der tatsächlichen Köpertemperatur.

Messen an der Stirn oder Schläfe

Angenehm und schnell – so lässt sich das Messen mittels Stirnthermometer auf den Punkt bringen. Schon nach wenigen Sekunden weiß man Bescheid, allerdings kann es bei dieser Methode immer wieder zu fehlerhaften Ergebnissen kommen. Deshalb ist es ratsam, an drei Stellen auf der Stirn zu messen, die Werte zu addieren und durch drei zu dividieren. Diese Vorgehensweise erhöht die Genauigkeit. Und man sollte zusätzlich darauf achten, dass sich kein Schweiß auf der Stirn befindet. Die relativ hohen Kosten sind ein weiterer Nachteil dieses Messgerätes.

Infrarotmessung im Ohr

Auch das Ohrthermometer bringt ein schnelles Ergebnis, allerdings müssen zum gemessenen Wert noch ca. 0,5 °C dazugezählt werden, um auf die tatsächliche Körpertemperatur zu kommen. Weiters ist es wichtig, das Gerät im richtigen Winkel zu platzieren, um eine Fehlmessung zu verhindern. Falsche Werte ergeben sich auch, wenn zu viel Ohrenschmalz den Gehörgang verstopft oder das Ohr durch langes Liegen schon vor dem Messen erwärmt war.

Erhöhte Temperatur oder Fieber?

Ob nun oral, rektal oder digital gemessen wurde – am Ende will man das Ergebnis einordnen. Hier kommt die Auflösung: Bei einer Temperatur zwischen 37,5 °C und 38 °C spricht man von „erhöhter Temperatur“, alle Werte darüber bezeichnet man als Fieber, Werte über 40 °C sogar als „hohes Fieber“.

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