Allgemein

Medikamenten-Engpässe: Apotheken als Problemlöser

Rund 800 Medikamente sind derzeit in Tirols Apotheken nicht erhältlich – manche nur für wenige Tage, andere hingegen wochenlang. Eine unangenehme Situation für alle, die ständig oder auch nur vorübergehend Arzneimittel benötigen – aber keine besorgniserregende: Denn es gibt fast immer gleichwertige Ersatzprodukte.

Zuallererst eine Klarstellung: Die Ursachen für diese Medikamentenengpässe liegen nicht bei den Apotheken, sondern es sind andere Gründe dafür verantwortlich: Erstens ist die Herstellung von Arzneimitteln oder Wirkstoffenheute auf einige wenige Firmen konzentriert. Ibuprofen wird z. B. weltweit nur in vier Fabriken produziert. Wenn bei einem dieser Unternehmen Probleme auftauchen und die Produktion ausfällt, sind die Auswirkungen sofort spürbar. Das trifft auch zu, wenn Rohstoffe knapp sind, weil dann die vorhandenen Lager rasch aufgebraucht sind.

Preis und Zentralisierung als Ursachen

Zweitens produzieren die Medikamentenhersteller kaum mehr auf Vorrat, sondern aufgrund von bestellten Kontingenten. Wenn sich der Bedarf kurzfristig ändert, kann nicht so schnell Ware nachproduziert werden. Der Markt weicht dann auf andere Präparate aus, sodass es auch bei diesen zu Engpässen kommt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Preis. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern sind Arzneimittel in Österreich nämlich sehr billig. Um die Kosten für das Gesundheitswesen zu reduzieren, hat der Staat die Preise für Medikamente immer weiter gedrückt. So kostete z. B. das Medikament Pantoloc im Jahr 2003 noch 71,85 Euro, heute bezahlt man nur mehr 6,50 Euro dafür. Die Kehrseite der Medaille ist, dass die Hersteller bei Engpässen lieber in Länder liefern, in denen sie mehr Gewinn machen.

Generika als gleichwertige Alternative

Trotzdem muss in Tirol niemand auf benötigte Medikamente verzichten. Eine öffentliche Apotheke hat nämlich zirka 6.000 verschiedene Präparate vorrätig. Und so gibt es – immer in Absprache mit dem verschreibenden Arzt – für fast jedes Produkt einen gleichwertigen Ersatz. Das sind meistens Generika, also Nachproduktionen von Arzneimitteln, deren Patentschutz abgelaufen ist. Sie haben denselben Wirkstoff und oft auch dieselbe Dosierung wie das Original und unterliegen strengen Sicherheitsprüfungen.

Bis jetzt wurde noch immer eine gute Lösung gefunden. Nur sehr selten kommt es vor, dass eine Therapie wegen Medikamentenmangels umgestellt werden muss.

Ähnliche Beiträge

Ähnliche Beiträge

Unsere Apo-App

Jetzt gratis downloaden

Datenschutz ist uns wichtig

Für ein optimales Surferlebnis empfehlen wir Ihnen, der Verwendung von Cookies zuzustimmen. Manche Cookies sind essentiell für die Funktion dieser Website und können daher nicht abgewählt werden. Andere Cookies helfen uns, die Inhalte zu personalisieren und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Durch Cookies von Drittanbietern erhalten Sie Zugriff auf Social Media Funktionen und Sie erhalten persönlich zugeschnittene Werbeanzeigen.

Mit Klick auf „Details“ oder unsere Datenschutzerklärung, erhalten Sie weitere Informationen. Die Einstellungen können jederzeit unter „Cookie Policy“ angepasst werden.

Details

Notwendig

Nur mit den notwendigen Cookies, ist diese Website funktionsfähig. Sie ermöglichen grundlegende Funktionen wie die Seitennavigation. Diese Cookies werden vom Betreiber der Website ausgespielt und werden nur an diese Seite übermittelt.

Analyse & Statistik

Statistik-Cookies helfen uns als Website-Betreiber zu verstehen, wie User*innen mit unseren Inhalten interagieren und welche Seiten besucht werden. Die Informationen werden gesammelt und anonym an unseren Dienstleister weitergegeben.

Marketing

Diese Cookies werden von Dienstleistern dafür verwendet individualisierte Werbeinhalte für Zielgruppen zu erstellen.